Kein Aufwand zu gross

Die aktuelle Ausstellung im Seniorenzentrum Rosengarten zeigt Therese Webers aufwendiges Kunstschaffen. Die künstlerischen «Zeitreisen» der in Röschenz aufgewachsenen Künstlerin führen an historische und prähistorische, meist verlassene, Orte.

Fotografiert auch auf hohem Niveau: Therese Weber im Seniorenzentrum Rosengarten vor einem Quartett bewegter Lichter. Foto: Martin Staub

Bilder im Foyer des Seniorenheims ­Rosengarten auf Leinwand oder in Wechselrahmen hinter Glas in grossen und kleinen Formaten: Das Übliche, könnte man meinen. Aber die meisten Werke dieser Präsentation dokumentieren vor allem die vielfältige und äusserst aufwendige Projektarbeit der Künstlerin. Therese Weber, Professorin für ästhetische Bildung, arbeitet in ihrem Atelier in ­Arlesheim, reist für ihre Projekte aber an fremde Orte, wo die meisten Besucherinnen und Besucher dieser spannenden Ausstellung wohl kaum je hingelangen würden. Abgelegene, oft verlassene Orte in Armenien, Algerien, Saudi-Arabien, Kirgistan sowie viele andere Gegenden dieser Erde sucht Therese Weber auf, um ihre Projekte aus Papier zu verwirklichen. Leichte, filigrane, Hunderte Meter lange Papierstreifen bearbeitet sie, platziert diese auf verschiedene Arten in der Natur, sodass sie jedem und jeder auffallen. Bunte Fremdkörper in der Natur.

«PaperArt» (Papierkunst) nennt die Künstlerin diese von ihr in Japan entdeckte und erarbeitete Kunstform. Manchmal werden diese wie Fremdkörper in der Natur wirkenden Papierbahnen vom Wind getrieben, oder sie liegen erdverbunden und statisch im Sand oder auf anderem Untergrund. Diese vergänglichen Kunstwerke hält sie fotografisch fest, und die entsprechenden Dokumente — Bilder in diversen Formaten — können Besuchende in der am Mittwoch vergangener Woche eröffneten Ausstellung entdecken. «Kunst mit — nicht auf Papier» nannte Kulturforscher Christoph Baumer Webers Papierkunst in ­seiner Einführung.

Therese Webers Kunstschaffen geht aber noch weiter. Beispielsweise wies der Moderator in seiner Einführung anlässlich der Vernissage vom 28. Mai auf verschiedene Reisen der Künstlerin hin, in denen sie prähistorische Felszeichnungen und andere Zeugen der Vergangenheit aufsucht. Diese nutzt die Künstlerin als Inspiration für ihre Arbeiten auf Leinwand oder auf selbst geschöpften Papieren.

Ein bekanntes Werk von ihr, mit archaischen Gefässformen, präsentiert sich im Speisesaal des AZB Bodenacker in Breitenbach. Therese Webers Werke sind aber in zahlreichen Städten und Ländern Europas und sogar ausserhalb, in Privatsammlungen und Museen, vertreten.

Die Ausstellung im Seniorenzentrum Rosengarten ist tagsüber frei zugänglich und dauert bis Sonntag, 11. Januar 2026.

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