Impfzentrum im Spital eingerichtet

Am Montag wird das Impfzentrum im Spital Laufen eröffnet. Verteilt auf drei Stockwerke können täglich 2000 Personen durchgeschleust werden. Ein logistischer Kraftakt, wie Stabs- chefin Esther Schindelholz aufzeigt.

Im dritten Stock wird geimpft: Stabschefin Esther Schindelholz ist für das Impfzentrum in Laufen verantwortlich. Foto: Gaby Walther
Im dritten Stock wird geimpft: Stabschefin Esther Schindelholz ist für das Impfzentrum in Laufen verantwortlich. Foto: Gaby Walther

Ab Montag werden der Bevölkerung im Kanton Baselland drei Impfzentren zur Verfügung stehen. An den drei Standorten Muttenz, Lausen und Laufen können, wenn genügend Impfstoff vorhanden ist, täglich jeweils 2000, somit insgesamt 6000 Personen geimpft werden. «Ein Impfzentrum in Laufen aufzubauen, war nicht einfach. Wir haben keine grosse Halle zur Verfügung wie in Muttenz, sondern müssen uns im Spital, welches mit den eingemieteten Praxen, der Schmerzklinik und der Notfallstation noch in Betrieb ist und 80 Angestellte hat, arrangieren», erzählt Esther Schindelholz, Stabschefin des Regionalen Führungsstabs Laufental. Eine strikte Trennung vom Spitalbetrieb und dem Impfzentrum war eine der Vorgaben — der Haupteingang somit nicht nutzbar.

Parkplätze an der Wahlenstrasse

Auch die Parkplatzfrage musste gelöst werden, denn die Plätze des Spitals werden fürs Spitalpersonal und die Patienten gebraucht. Den Impfwilligen stehen Parkplätz auf dem vom letztjährigen Grossbrand betroffenen Industrieareal an der Wahlenstrasse zur Verfügung. Ein Shuttlebus, der alle 20 Minuten fährt, wird von dort zum Bahnhof und zum Spital pendeln. An der Baslerstrasse wurde beim Bereich Lochbrugg für die Fussgänger zum Überqueren der Strasse ein provisorischer Fussgängerübergang markiert.

Militärspital als Check-in

Betreten wird das Impfzentrum West auf der Rückseite des Spitals, durch das sonst nicht zugängliche Militärspital. In diesem Teil befinden sich der Wartebereich und 18 Check-in-Schalter. Im Minutentakt sollen hier die Personen durchgeschleust werden. Die Herausforderung: Im kriegerischen Notfall muss innerhalb 24 Stunden alles zurückgebaut werden können. Nach dem Check-in führt der Weg zum Lift und von dort in den dritten Stock des Spitals. In elf Doppelzimmern sind jeweils drei Kabinen zum Impfen eingerichtet. Weitere Zimmer stehen für medizinische Abklärungen, für den Notfall und zum Aufziehen der Spritzen bereit. Die Leitung fürs Gesundheitspersonal hat Ursi Dietz; leitender Arzt ist Martin Tschan. Nach der Spritze folgt der Abstieg in den 2. Stock. Warteraum und 18 Check-out-Schalter zur Vereinbarung des zweiten Termins oder für die Impfkarte stehen dort bereit.

«Durch die Verteilung auf die drei Stockwerke ist das Ganze eine personalintensive Sache», erklärt Esther Schindelholz. Das Zentrum hat von 9 bis 17 Uhr geöffnet. Es wird in zwei Schichten gearbeitet. Täglich werden 200 Mitarbeitende benötigt. «Der Zivilschutz half uns beim Aufbau. Den Betrieb des Impfzentrums wollen wir hingegen ohne Zivilschutz stemmen, da wir der Meinung sind, dass es im Moment genug Personen gibt, welche froh sind, arbeiten zu dürfen.» Melden dürfen sich auch Personen, welche weder medizinische noch administrative Vorkenntnisse haben. Diese werden zum Beispiel als Hilfspersonen in den Impfkabinen oder als Personenlenker eingesetzt.

Die grösste Herausforderung birgt nun der Start am kommenden Montag. Die ersten 60 Personen werden während zwei Stunden ausgebildet, danach wird während zwei Stunden geimpft, anschliessend folgt das gleiche Prozedere mit der zweiten Etappe. «Das Einrichten des Impfzentrums war eine meiner spannendsten Aufgaben, die ich je machte, aber auch eine Herausforderung», so die Stabschefin. Das Impfzentrum West umfasst die Regionen Laufental, Allsch­wil-Schönenbuch, Leimental und Birstal mit insgesamt 140000 Einwohnerinnen und Einwohnern. Über 30000 Personen haben sich bereits zum Impfen in Laufen registriert.

Weitere Artikel zu «Laufental», die sie interessieren könnten

Im Hintergrund geht es vorwärts: Das Bewilligungsverfahren für den geplanten Pavillon beim Kulturzentrum Alts Schlachthuus läuft. Im besten Fall soll im Sommer 2027 mit den Bauarbeiten begonnen werden. Bild: zVg
Laufental07.10.2026

Der Pavillonanbau ist nach Verzögerungen wieder auf Kurs

Seit dem Ja zur Verlegung der Naubrücke ist die entscheidende Hürde für den Bau des Pavillons beim Kulturzentrum Alts Schlachthuus beseitigt. Seither ist es…
Friseursalon auf dem Dachboden: Christopher Spain verpasst seinem Freund Benjamin Aemisegger einen neuen Haarschnitt. Foto: Mark Riklin
Laufental07.10.2026

Der Barber von Blauen

Lenz’ Frisur ist überfällig. Sie spriesst in alle Richtungen, dort, wo noch ein Restbestand an Haaren übrig ist. Im Laufental erhält er einen Insider-Tipp: In…
Hervorragende Qualität: Die Riesling-Sylvaner-Trauben versprechen einen guten Jahrgang. Foto: Simon Jermann
Laufental07.10.2026

Grosse Vorfreude auf den neuen Jahrgang

Der Rekordsommer 2026 mit Hitze, Trockenheit und einer ungewöhnlich frühen Reife beschert den Winzerinnen und Winzern im Laufental, Thierstein und…