Graffiti sprühen unter der Brücke — ein «echt cooler» Workshop

Sommerferien — Ferienpasszeit. Auch der Ferienpass Laufental-Thierstein ist seit Anfang Sommerferien mit gewohnten, aber auch mit ganz neuen Angeboten in vollem Gang. Das Wochenblatt durfte beim erstmals angebotenen Graffiti-Workshop dabei sein.

Start zum künftigen Graffitikünstler?: Tristan aus Himmelried. Foto: Martin Staub

Milos Hose ist bereits ziemlich bunt, als Sabine Carsten vom Ferienpass-Team an diesem Dienstagvormittag zusammen mit dem Journalisten unter der angesagten Autobahnbrücke in Liestal eintrifft. «Die Farbtupfer auf der Kleidung gehören dazu, weshalb wir dies in der Ausschreibung auch immer erwähnen», erklärt Adrian Setz lachend. Der Aarauer zeigt sich erfreut, dass sein Angebot vom Ferienpass-Team so spontan aufgenommen wurde. Vier Kurse hat er im Ferienpass Laufental-Thierstein ausschreiben lassen, «die im Nu ausgebucht waren», wie Sabine Carsten erwähnt. Die acht Kinder und Jugendlichen — fünf aus dem Oberbaselbiet, drei aus der Region Laufental-Thierstein — sind mit Begeisterung dabei, die rund hundert Meter lange Wand mit neuen, eigenen Motiven zu besprayen. Die Stadt Liestal habe diesen Ort extra für solche Zwecke freigegeben.

Milo, der Junge aus Arlesheim, hat soeben sein über 150 Zentimeter hohes FCB-Logo fertiggestellt, welches er aber wenig später mit weisser Dispersion übermalt, um ein neues Motiv aufzutragen. Während dieses Sommers darf Adrian Setz, gelernter Elektriker, noch einige weitere Ferienpässe in der näheren und weiteren Region mit seinen beliebten Workshops bedienen. Unterstützt von seiner Freundin Alisha hat er alle Teilnehmenden hier total unter Kontrolle. Was aber gar nicht so schwierig erscheint, denn die Kinder sind während der rund dreieinhalb Stunden voll auf ihre «Arbeit» konzentriert.

Tristan, ein Junge aus Himmelried, darf hier, wie die meisten Kursteilnehmenden, zum ersten Mal sprayen. Er findet diesen Workshop «echt cool». So auch Maja aus Blauen, die ihren Platz auch schon für ein zweites Bild grundiert. Als besonders begabt zeigt sich Louise aus Buckten, die ebenfalls als «Graffiti-Newcomerin» einen wunderschönen Schmetterling an die Wand «zaubert». «Dieses neue Kursangebot gefällt uns sehr gut», meint Sabine Carsten. Sie ist schon seit vielen Jahren beim Kompetenzzentrum KJF (Kind, Jugend, Familie) tätig, das nebst Ferienpassangeboten im Laufental-Schwarzbubenland sowie im unteren und oberen Baselbiet vor allem Jugendarbeit in über 60 Gemeinden der Region leistet.

Den Ferienpass Laufental-Thierstein hat KJF 2019 übernommen, nachdem dieser über viele Jahre privat geführt wurde. «Die rund 190 Anbieter von Kursen finden wir durch unzählige Anfragen. Nur wenige bieten sich selbst an, wie jetzt Adrian Setz mit seinen Graffiti Workshops», erklärt die Leiterin Ferienpässe. Der aktuelle Ferienpass Laufental-Thierstein hat bis zum Ende der Sommerferien 260 Kurse im Angebot, die von über 500 Kindern und Jugendlichen genutzt werden. Unter vielem anderen sind besonders beliebt: das Feriendorf in Büsserach vom 4. bis 8. August, und natürlich der neue Graffiti-Workshop, «den wir nach Möglichkeit im nächsten Jahr wieder anbieten werden», wie Sabine Carstens sagt.

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