Gemaltes Laufental

Das Museum Laufental zeigt über 100 Bilder verschiedenster Kunstschaffender, die sich mit der Region malerisch auseinandersetz(t)en.

Sonderausstellung: Pierre Gürtler weiss zu den Bildern vieles zu berichten.  Foto: Gaby Walther
Sonderausstellung: Pierre Gürtler weiss zu den Bildern vieles zu berichten. Foto: Gaby Walther

Das Laufental, das Schwarzbubenland reizen mit vielen schönen Orten. Fasziniert von der Natur, den historischen Gebäuden und heimeligen Dörfern zückte so mancher Hobbykünstler Stift und Pinsel und hielt das Gesehene auf der Leinwand fest. Über hundert solcher Bilder sind in der Sonderausstellung «Sonntags-Maler und Malerinnen» im Museum Laufental zu sehen. Da ist zum Beispiel das Schloss Zwingen, das Stedtli, die Ruine Gilgenberg oder das Kaltbrunnental in Öl, Aquarell oder Bleistift dargestellt. Dabei ist es spannend, die immer wiederkehrenden Motive miteinander zu vergleichen, einen Blick in die Vergangenheit zu werfen, zu schauen, was hat sich verändert, was erkennt man heute noch und wie hat der Künstler, die Künstlerin das Motiv interpretiert und dargestellt.
Einige Werke wurden von den Kunstschaffenden für die Sonderausstellung zur Verfügung gestellt, der Grossteil stammt jedoch aus der Sammlung von Pierre Gürtler, Vorstandsmitglied des Museums. «Im Sommer hatten wir die Idee für diese Ausstellung und danach relativ schnell die Bilder zusammengetragen», erzählte Gürtler an der Vernissage vom letzten Freitag.
«Es ist natürlich etwas Besonderes, seine Bilder in einem Museum zeigen zu dürfen», meinte Marianne Stark, eine der Künstlerinnen. Auch Claude Noir-jean, Peter Bossart, Silvana Saladin, Toni Schmidlin, Elsy Weber, Werner Fuchs oder Kurt Sigrist sind einige der über 50 Aussteller. Es hat aber auch Bilder von Unbekannten. «Ein Bild aus dem Jahre 1900, das Laufen an der Birs darstellt, entdeckte ich auf einem Antiquitätenmarkt in Zürich», erklärte Gürtler. «Der Besitzer kannte weder den Künstler noch den dargestellten Ort.» Gürtler weiss zu vielen Bildern Interessantes zu berichten: «Dolf Wüthrich, früherer Besitzer des Armbrusters, durfte einmal mit August Cueni ausstellen; die Parallelen zu diesem Berühmten sind bei Wüthrichs Bildern eindeutig zu erkennen.»
Gürtler ist leidenschaftlicher Sammler. Auf Antiquitäten- und Flohmarkten hat er auch die Objekte der zweiten Sonderausstellung gefunden und zusammengetragen. Es sind Abzeichen und Plaketten von Schützen-, Wander-, Trachten- und Sportvereinen sowie von anderen Anlässen. Gegenstände, die normalerweise in einer Schublade verschwinden oder im Abfall landen und hier im Museum beim Wiederentdecken wohl beim einen oder dem anderen Erinnerungen wecken werden.

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