Feuer, Erde, Luft und Glacé

Verschiedenste Glacésorten zu raffinierten Coups in knalligen Farben harmonisch vereint: Dies ist das Resultat eines von 43 Kursen anlässlich der Themenwoche im Gymnasium Laufen.

Das Erfolgsgeheimnis: Experimentieren und ausprobieren für einen rundum perfekten Geschmack..  Fotos: Hannah Hendry
Das Erfolgsgeheimnis: Experimentieren und ausprobieren für einen rundum perfekten Geschmack.. Fotos: Hannah Hendry

Die Sekundarschule Laufen scheint ausgestorben, schliesslich sind Sommerferien, doch in der Schulküche herrscht unerwarteter Betrieb: Da wird eine Melone entkernt, gewogen und mit Zitronensaft beträufelt. Schokolade wird in Stücke geschnitten, geschmolzen und mit Rahm vermischt. Schüler und Schülerinnen des Gymnasiums Laufen stellen unter der Leitung von Noëlle Borer und Armin Meyer ihre eigenen Glacés her.

Zum Abschluss des Schuljahres sind im Gymnasium Laufen die regulären Klassen und Stundenpläne aufgebrochen. Statt Mathe und Französisch stehen Wasser, Feuer, Luft und Erde im Zentrum des Interesses. Anlässlich der Themenwoche unter dem Motto «Die vier Elemente» konnten alle Schüler und Schülerinnen aus einem Angebot von 43 Kursen auswählen. Die Kreation eigener Glacésorten stand bei manchen zuoberst auf der Wunschliste.
Am Anfang steht das Experiment: «Die Schülerinnen und Schüler sollen aus Rezepten auswählen oder die Zutaten selber zusammenstellen, um ihre eigene Glacésorte zu erfinden’’, erklärt der Kursleiter Armin Meyer.
Dann erfolgt die Produktion: Zuerst werden die Zutaten zerkleinert und zusammengerührt, danach in die Glacémaschine gefüllt. Jetzt müssen die Schüler und Schülerinnen zwar eine halbe Stunde warten, aber das Warten lohnt sich, denn danach erhalten sie ihre ganz persönliche Glacékreation.
Die Resultate können sich schmecken lassen, auch wenn noch nicht alles perfekt ist: «Nächstes Mal vielleicht mit weniger Zitrone», meint eine Schülerin, «Nächstes Mal lassen wir den angebrannten Rahm weg», fordert ein anderer Schüler. Andere waren erfolgreicher: «Dieses Mal hat es schon besser geklappt», verkündet eine Mar-Schülerin. Daraus lässt sich schliessen, dass auch Glacémachen Übung braucht, aber schliesslich überzeugen die Resultate - sowohl farblich als auch im Geschmack.

Die Schüler und Schülerinnen arbeiten selbständig. Nirgends sind gelangweilte Gesichter zu sehen und verletzt habe sich auch noch niemand, erklärt Noëlle Borer. Natürlich müssen auch unangenehme Arbeiten, wie der Abwasch erledigt werden; aber auch diese Hürde meistert man ohne Probleme. Es wird geplaudert und gelacht. Die Gruppe ist bunt durchmischt. Von den Progymeler bis zu den Maturanden haben sie zusammen grossen Spass.

Die Vorfreude auf die Präsentation der Glacésorten ist gross. Nun muss das Eis noch in die richtige Form gebracht werden. Die Schülerinnen und Schüler bestimmen, wie die Kreationen serviert werden sollen und wie viel sie kosten dürfen. Denn am Donnerstag, 4. Juli, kann man die selbst hergestellten Glacés und Coups am Schulfest kosten (vgl. Kasten). Wer all die neuen Kreationen und Geschmacksrichtungen probieren möchte, soll also am Schulfest unbedingt nach dem Glacéstand suchen.

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