Eine «Stubete» mit Sina

Die Mundartsängerin füllte den Konzertsaal im Alts Schlachthaus und unterhielt nicht nur mit guten Liedern, sondern ebenso mit ihren Einlagen in charmantem Walliser-Ditsch.

Ein sympathischer Auftritt: Sina und Michael Chylewski. Nicht auf dem Bild ist Peter Wagner.
Ein sympathischer Auftritt: Sina und Michael Chylewski. Nicht auf dem Bild ist Peter Wagner.

Die beiden Musiker Michael Chylewski und Peter Wagner hatten als Kleinhüninger an diesem Samstag praktisch ein Heimspiel, und auch Sina verriet, dass sie als Wahlaargauerin nicht einen allzu langen Anfahrtsweg auf sich nehmen musste. Als «klein und kuschelig» bezeichnet die Walliserin ihre Herbst Minitour, auf welcher Laufen nach 2008 zum zweiten Mal in den Genuss eines Sina-Auftritts kam.
Bis auf den letzten Platz füllte sich der Saal im Alts Schlachthuus, als Sina durch einen grünen Gartenschlauch ihre Version des Vreneli ab em Guggisberg presste. Worauf die 47-Jährige die rund 200 Personen zur «Stubete» begrüsste und umgehend loslegte mit ihrem abwechslungsreichen Repertoire. Schnelle, fetzige Rhythmen «Wänn nit jetz, wänn dänn?» folgten auf wunderschöne Balladen. «I Schwöru» zum Beispiel, wo Büne Huber zwar nicht, wie im Original mitsang, aber immerhin in den Gedanken der Sängerin mitschwang. Die beiden Musiker Peter Wagner und Michael Chylewski, welche Sina auf dieser Tour auf ihrem vielseitigen Instrumentarium begleiten, kamen dabei ebenso zur Geltung, wie die Hauptdarstellerin selber. Unzählige Soli, und auch Slapstick-Einlagen sorgten im Publikum für beste Unterhaltung.
Mit dem fetzigen Song «Bonbon» traf Sina den Nerv der Laufner, welche prompt ihren Wunsch erfüllten und die entsprechenden «Bummeli» aus Laufner Produktion der Walliserin zu Füssen warfen. Diese bedankte sich mit den Liedern, die bei einem Sina-Konzert auf keinen Fall fehlen dürfen, «Där Sohn vom Pfarrär» oder «Nix värbii» beispielsweise. Und am Ende des zweistündigen Konzertes durfte das Publikum seinen Senf in Form eines Hallelujas dazugeben und das Trio Sina, Michael und Peter wurde erst nach einigen Zugaben aus dem Laufner Kulturzentrum entlassen.

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