Ein Happy End für Rumpelstilzchen

Ein märchenhaftesVergnügen wurde demPublikum letzten Sonntagnachmittag im Grien in Breitenbach geboten.

Verzweifelt: In der Not verspricht Marie Rumpelstilzchen ihr erstes Kind. Foto: Melanie Brêchet
Verzweifelt: In der Not verspricht Marie Rumpelstilzchen ihr erstes Kind. Foto: Melanie Brêchet

Bereits zum 33. Mal in Folge entführte die Basellandschaftliche Kantonalbank sein hauptsächlich junges Publikum in die Märchenwelt. Im Gemeindesaal Grien präsentierte dieses Mal das Kindertheater Arlecchino mit «Rumpelstilzli» eines der beliebtesten Märchen aus der Sammlung der Gebrüder Grimm.

Die Geschichte beginnt mit einem grossen Missverständnis. Eigentlich haben der königliche Hofmarschall und der Müller nur Scherze über die hübsche und kluge Müllerstocher Marie gemacht und sich dabei herrlich amüsiert. Doch die gestrenge Königin, die zufällig das Gespräch mithört, versteht keinen Spass. Sie nimmt den Müller beim Wort und besteht darauf, dass Marie eine Nacht lang Stroh zu Gold spinnt. Stroh zu Gold spinnen? Das geht doch gar nicht. Es gibt wohl niemanden auf der Welt, der das kann. Oder vielleicht doch? Marie ist sehr erleichtert, als plötzlich ein sonderbares Wesen mit struppigem Haar und schnarrender Stimme im Zimmer steht und ihr anbietet, diese schier unlösbare Aufgabe zu lösen und Stroh zu Gold zu spinnen. Zwei Mal hilft das Wesen der schönen Marie gegen Bezahlung aus der Patsche, da die Königin nicht genug kriegen kann vom glänzenden Gold. Beim dritten Mal verspricht Marie dem fleissigen Helfer in der Not ihr erstes Kind. Als Marie endlich ihren geliebten Prinzen heiratet und das erste Kind zur Welt kommt, fordert Rumpelstilzchen seinen Lohn ein. Wie die Geschichte in Grimms Märchen endet, ist bekannt: Rumpfelstilzchen zerreisst sich vor Wut selbst mit den Worten: Das hat dir der Teufel gesagt! In der Fassung des Theater Arlecchino läuft das aber ganz anders: Rumpelstilzchen wird von der unterdessen milde gestimmten Grossmutter und ehemaligen Königin kurzerhand als neuer Hofnarr eingestellt.

Der Griensaal war wie immer ausverkauft und gut zur Hälfte mit Kindern besetzt. Die Akteure des Theater Arlecchino verstanden es ausgezeichnet, ihr junges Publikum bei der Stange zu halten, indem dieses immer wieder miteinbezogen wurde.

Die Hälfte des Erlöses dieses Nachmittags spendet die BLKB an die heilpädagogische Schule Baselland.

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