Ein beschwingter Abend im Zeichen des Tanzes

Der Name war Programm am diesjährigen Jahreskonzert der Stadtmusik Laufen. «Dance» lautete das Motto – und dieses wurde besonders im zweiten Teil des Konzertabends konsequent durchgesetzt. Da blieb unter den Tischen des zahlreich erschienenen Publikums kein Fuss still.

Leidenschaftlich: Das Tangopaar verleiht der Musik ein Gesicht. Foto: Melanie Brêchet
Leidenschaftlich: Das Tangopaar verleiht der Musik ein Gesicht. Foto: Melanie Brêchet

Zu Beginn spielte die Stadtmusik unter der Leitung von Matthias Kümin mit einem klassischen Marsch auf. Mit dem Konzertmarsch «Die Sonne geht auf» von Ruedi Fischer startete das Programm beschwingt. Im Anschluss spielte die Stadtmusik Laufen mit den Cossack Folk Dances auf, komponiert von Franco Cesarini. Nach Ausflügen nach Irland und seinen Lord of the dances entführten die Musikanten das Publikum vor der Pause nach Kuba und dem Malaguena von Ernesto Leguona als hätten sie geahnt, dass just an diesem Tag der ehemalige Präsident und Revolutionsführer Kubas Fidel Castro sterben würde. Nach der Pause sorgte die Tambourengruppe unter der Leitung von Dominik Hänggi für Abwechslung. Mit synchronen Trommeleinlagen, beispielsweise dem Stück «Power Play» von Reto Käser, begeisterte die Gruppe die anwesenden Gäste.

Die Bühne vor der Bühne versprach einiges für den zweiten Teil des Stadtmusik-Programms. Den Anfang machte der Libertango von Astor Piazzolla, einen Tango Nuevo. Als Tango Nuevo bezeichnet man die Stilentwicklung, den Tango Argentino zu zeitgenössischen Formen und Kunstansprüchen weiterzuentwickeln. Dazu tanzte ein Paar vorne auf der Bühne den Tango und kreierte damit ein sehr stimmiges Bild. Einen Höhepunkt bildeten die Power Rock Dancers aus Basel, die zu den rockigen Klängen von Chubby Checker und Bill Haley teilweise atemberaubende Hebefiguren und Sprünge zum Besten gaben. Zu «Obsesion» von Aventura tanzte ein Paar den eher unbekannten Tanz Bachata. Selbst aufs Tanzparket wagten sich einige junge Musikantinnen und Musikanten zum Youtube-Wunder Psy und seinem Gangnam Style. Ebenfalls ein Mitglied der Stadtmusik, nämlich Mirella Candreia tanzte zum Flashdance-Hit «What a feeling» einen Modern Dance, eine moderne Form des Balletts. Durch den Abend führte charmant Ricarda Cueni. Nach dem Konzert konnten Tanzwütige und Feierwillige noch an der Bar verweilen oder selbst das Tanzbein schwingen.

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