Ein Architekt zeigt seine Malerei

Erst vor wenigen Wochen wurde der Kulturverein Röschenzer Hofgärten gegründet. Als erster öffentlicher Auftritt durfte dieser am letzten Freitag die Ausstellung des einheimischen Künstlers Gery Vitt eröffnen.

Einführung: Giuseppe Gerster (r.) erweist Gery Vitt (l.) in den Hofgärten die Ehre. Foto: Martin Staub

Sie kennen sich seit 78 Jahren. Gery Vitt und Giuseppe Gerster. Beides Architekten. Letzterer wohl etwas bekannter als Gery Vitt, der seit bald 60 Jahren mit seiner Familie in Röschenz wohnt. Nach seiner Pension fand er endlich die Zeit, seiner Passion, dem Malen, nachzugehen. «Gery hat seine Maltätigkeit mit konkreter Bildgestaltung begonnen, wurde aber im Laufe der Zeit immer abstrakter», erklärte Gerster in seiner informativen Einführung.

Werner Gerber, ebenfalls Architekt und malender Künstler, begrüsste die dicht gedrängt stehenden Besucherinnen und Besucher, die Vitts 33 Bilder in den Gängen der Röschenzer Hofgärten sehen wollten. Er, als Architekt des Röschenzerhofs und der Hofgärten, einer der Mitgründer des neuen Kulturvereins, freute sich besonders über die erste Ausstellung hier unter dem neuen Label. Gery Vitt, 86-jährig, und gesundheitlich angeschlagen, gab seiner Freude Ausdruck. «Tausend Dank euch allen, die mir diese Präsentation möglich machten», sagte er und fügte an, dass er dies alleine niemals geschafft hätte. Die auf zwei Stockwerken verteilten Bilder, die meisten in Acryl oder Öl, entstanden in den Anfängen dieses Jahrtausends bis 2012. Der vom ungefähr gleichaltrigen Giuseppe Gerster angesagte Verlauf von Vitts Malstil wird beim Rundgang deutlich. «Gery wechselte im Laufe der Jahre vom Impressionismus zum Expressionismus», fasste der Kunstkenner zusammen, der erst vor wenigen Tagen sein Kunstkommissionspräsidium im Seniorenheim Rosengarten an seinen Nachfolger übergeben hatte. Nach der hier präsentierten Schaffensphase malte Gery Vitt nur noch selten, widmete sich aber vermehrt dem Schreiben, was, wie seine Malerei öffentlich geschätzt wurde. Zum Beispiel als Mitverantwortlicher des ehemaligen Laufentaler Jahrbuchs. Zudem war er Mitbegründer des Laufner «Brauereichäller», dessen Veranstaltungstätigkeit nach 2002 im heutigen Kulturforum Laufen seine Fortsetzung fand.

Die regionale Band Ramp, mit einem geschmeidigen Repertoire von Blues bis Rock, rundete die Vernissage einer unbedingt sehenswerten Ausstellung, die bis zum 26. Februar 2024 dauert, ab. Die Röschenzer Hofgärten sind tagsüber täglich geöffnet.

Weitere Artikel zu «Laufental», die sie interessieren könnten

Vereint für den Verein: Tobias Häseli, Glenn Chevrolet und Nevio Quartara (von links) verbindet das Leibchen der Laufner U21-Equipe. Foto: eh-presse
Laufental08.04.2026

Erfolg dank der jungen «Wilden»

Der EHC Laufen blickt auf eine äusserst erfolgreiche Saison zurück. Gruppensieg in der 3. Liga, Vize-Meister der Zentralschweiz, Aufstieg und zum vierten Mal in…
Wo alles begann: Daniel Scholer (links) und Hans Rem (rechts) vor dem früheren Bezirksgericht. Foto: Sabine Asprion
Laufental08.04.2026

Recht und Gerechtigkeit: Mehr Realität als Ideal

Hans Rem und Daniel Scholer, beide aus Laufen und während insgesamt 40 Jahren nebenamtliche Zivilrichter, plaudern zu ihrem Amtsende aus dem Nähkästchen.
Reden um den heissen Brei herum: Flip (Marc Eichenberger), Vreni (Alessandra Beeler), Tante Martha (Ruth Höfler) und Hans (Roger Brencklé). Foto: Thomas Brunnschweiler
Laufental08.04.2026

«Fascht e Familie» in Blauen

Die Theatergruppe Blauen präsentiert Charles Lewinskys 3-Episoden-Stück, das in Tante Marthas Küche spielt. Es entsteht ein Gefühl der Nostalgie, aber auch…