Der Gospelchor Free Voices bringt Farbe in den trüben Januar

Mitreissende Songs, christliche Botschaft, Groove und Fröhlichkeit sind auch in diesem Jahr die Zutaten des Gospelchors Free Voices.

<em>Familienauftritt: </em>Der Chor Free Voices kann eine kurze Pause einlegen, denn die Chorleiterin Ruth Peter singt zusammen mit ihrem Mann Karl Peter ein Duett. Tochter Sina begleitet die Eltern am E-Piano. Fotos: Gaby Walther

<em>Familienauftritt: </em>Der Chor Free Voices kann eine kurze Pause einlegen, denn die Chorleiterin Ruth Peter singt zusammen mit ihrem Mann Karl Peter ein Duett. Tochter Sina begleitet die Eltern am E-Piano. Fotos: Gaby Walther

<em>Gospelsong in Gebärdensprache: </em>Hanna Gasser übersetzt den Text.<em/>

<em>Gospelsong in Gebärdensprache: </em>Hanna Gasser übersetzt den Text.<em/>

Bereits ist es Tradition, dass der Gospelchor Free Voices im Januar seine Konzerte zum Besten gibt. Auffallend neu in diesem Jahr ist das frische Blau anstelle des Rot, welches die schwarz gekleideten Sängerinnen und Sänger in Form von Schal und Tüchlein ziert. Farblich spannend waren im Konzert in Röschenz von letztem Sonntag auch das an die Kirchenwand projizierte Farbenspiel und das daraus resultierende Schattenspiel in Zusammenhang mit der Jesusfigur. Doch Jesus thronte nicht nur übergross über dem Chor: Wie es für einen Gospelchor üblich ist, wurde die christliche Botschaft gesanglich ins Publikum übertragen. «You Are Not Alone», «Walk Before Me», «I Surrender All» waren einige dieser Songs, deren Bedeutung der Moderator zuerst erklärte, bevor der Chor mit viel Elan und bezaubernden Stimmen die Botschaft in die Kirche trug.

Aber auch neuere Songs wie «Love My Life» von Robbie Williams oder Jazziges wie «Puttin’ on the Ritz» bereicherten das abwechslungsreiche Programm. Mit verschiedenen Requisiten wurden die Lieder immer wieder aufgepeppt. Für den richtigen Groove sorgten Markus Cueni am E-Bass und Raymond Bohler, Perkussion. Immer wieder wagten sich einige Sängerinnen und Sänger an einen Solopart. So bewiesen zwei Sängerinnen, die erst vor einem Jahr dem Chor beigetreten sind, mit ihrem Soloauftritt, dass sie bestens geeignet sind, bei Free Voices mitzusingen. Premiere hatte auch Familie Peter: Ruth Peter-Tassera, die Free Voices 1991 gegründet hatte und den Chor seither leitet, sang zusammen mit ihrem Ehemann Karl Peter ein Duett. Begleitet wurde das Ehepaar von Tochter Sina. Das Publikum wurde nicht nur zum Mitklatschen, sondern auch zum Mitsingen animiert und liess sich tatsächlich vom Temperament von Ruth Peter mitreissen. Schliesslich wurden die Zuhörenden mit der Zugabe «Oh Happy Day» glücklich und beschwingt hinaus in die Nacht entlassen.

Den Ertrag aus den vier Konzerten spenden Free Voices jeweils einem gemeinnützigen Verein. Im letzten Jahr überwiesen sie 2000 Franken an Pro Senectute. In diesem Jahr fliesst der Ertrag an den Gehörlosen-Verein Basel. Um dafür Werbung zu machen, übersetzte Hanna Gasser den Song «Gift for You» in die Gebärdensprache.

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