Der 2013er gedeiht prächtig

Vor der diesjährigen Traubenlese im Rebberg Zwingen wurde im Schlossareal anlässlich des Winzerfestes den Restbeständen der älteren Jahrgänge ausgiebig zugesprochen.

Fachsimpeln im Schlosskeller der Rebzunft zu Ramstein: v. l. Säckelmeister Franz Scherrer, Franz Jermann, Präsident der Rebzunft zum Chattel, und Rebbergmeister Noldi Anderhalden.  Foto: Jürg Jeanloz
Fachsimpeln im Schlosskeller der Rebzunft zu Ramstein: v. l. Säckelmeister Franz Scherrer, Franz Jermann, Präsident der Rebzunft zum Chattel, und Rebbergmeister Noldi Anderhalden. Foto: Jürg Jeanloz

Die Monate Juli und August haben unseren Trauben einen mächtigen Schub gegeben», erklärt Rebmeister Noldi Anderhalden von der Rebzunft zu Ramstein am 7. Winzerfest in Zwingen. 2013 sehe er einem sehr guten Jahrgang entgegen, obschon die Trauben zwei Wochen im Rückstand lägen. Der Traubenbehang lasse keine Wünsche offen. Diese Woche werde mit dem Herbsten der roten Trauben «Regent» begonnen; er erwarte stolze 80 Oechslegrade. Ende Oktober werden die weissen Trauben «Chardonnay» geerntet, sie sind später reif und auch robuster. Und noch eine gute Nachricht: Die Reben sind dieses Jahr weitgehend von Mehltau und Pilzen verschont geblieben! Zehn Aren Rebstöcke werden in den nächsten vier Wochen von einem Dutzend Leuten abgeerntet

«Wir erwarten einen reichen Ertrag von 1500 kg Trauben», fügt Säckelmeister Franz Scherrer hinzu. Besonders angetan ist er von der neuen Sorte «Cabernet Jura», die auch etwas länger reifen muss. Der späte Austrieb in diesem Frühling habe den Reben eher genützt als geschadet. Ob ein Teil der diesjährigen Ernte im Eichenfass (Barrique) zu besonders hoher Qualität ausgebaut wird, kann Scherrer noch nicht sagen.

Scherrer ist auch Organisator des Winzerfestes im Schlossareal Zwingen. 200 Gäste sitzen am Sonntagmittag gut gelaunt im Schlossareal und lassen sich den Ramsteiner munden. Dazu Treberwürste, die auf dem Trester der letztjährigen Marc-Produktion gegärt werden und himmlisch schmecken. Zuletzt einen kräftigen Ramsteinerkaffee mit selbst gebackenen Torten. Die Stimmung im Schlossgarten ist dank Speis und Trank ausgezeichnet und wird durch die Jodlerkleinformation Geissbärgchörli Beinwil bestens unterstützt. Passend zur Witterung besingen sie den «Herbschtnäbel» und lassen die Rebzünftler auf einen sonnigen Oktober hoffen. Wenn der Nebel durch die Wälder zieht, sind auch die Jagdhornbläser Laufental zur Stelle. «Für uns Jäger ist die Jagdzeit Lebensfreude und da darf der Zwingner Ramsteiner nicht fehlen», sinniert Gemeindepräsident Benno Jermann.

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