Das Thema Wärmeverbund beschäftigt weiterhin

An der Gemeindeversammlung in Grellingen wurde der Antrag von Hans-Peter Hänni für erheblich erklärt. Der Gemeinderat ist nun gefordert, eine Vorlage für das Baurecht Energiezentrale zu erstellen und dem Souverän vorzulegen.

Das Thema Wärmeverbund beschäftigt Grellingen seit einigen Jahren und scheint seinen Abschluss noch lange nicht zu finden. Das Projekt hat zum Ziel, ein Fernwärmesystem mit Schnitzelheizung für das Primarschulhaus und die beiden geplanten Überbauungen Gehren-agger und Langimatt zu erstellen. Die Wärmelieferverträge sind bereits unterzeichnet. Ursprünglich hätte die Heizzentrale in der Nähe Primarschule entstehen sollen. Nachdem die für den Bau notwendige Zonenplanänderung von der Mehrheit der Gemeindeversammlung aus Sicherheitsbedenken mehrmals abgelehnt wurde, entschied der damalige Gemeinderat, eine Energiezentrale auf dem Greslyhof zu errichten. Der ehemalige Gemeindepräsident Hans-Peter Hänni verlangte in einem Antrag, dass die Erteilung des Baurechts für das Gebäude des Wärmeverbundes der Gemeindeversammlung vorgelegt werden müsse. Der Gemeinderat lehnte diesen Antrag im April 2024 ab. Daraufhin erhob Hänni beim Regierungsrat Beschwerde und erhielt Recht. An der Gemeindeversammlung vom letzten Donnerstag wurde der Antrag von Hans-Peter Hänni mit 51 zu 6 Stimmen als erheblich erklärt. Erstaunlich dabei: Auch der Gemeinderat sprach sich einstimmig dafür aus. «Mit der Empfehlung, den Antrag als erheblich einzustufen, nimmt der Gemeinderat noch keine Stellung für oder gegen das Baurecht. Uns ist es aber wichtig, dass das Volk mitentscheiden kann», erklärt Gemeindepräsident Peter Pflugi. Der Gemeinderat ist nun beauftragt, eine Vorlage betreffend Baurecht für die Erstellung der Energiezentrale auf dem Greslyhofareal innerhalb von sechs Monaten zu erstellen. «Wir wollen diese Vorlage an der nächsten Gemeindeversammlung vom 2. Dezember vorlegen», so Pflugi. Er schliesst nicht aus, dass der Standort für die Heizzentrale Nähe Schulhaus nochmals aufgegriffen wird. Denn ein Betriebsgebäude auf dem Greslyhofareal würde den Werkhof der Gemeinde stark tangieren, so dass dessen Betrieb nicht mehr zufriedenstellend weitergeführt werden kann und der Souverän einem neuen Werkhof zustimmen müsste.

Hoher Nachkredit fürs Projekt Wasserversorgung

Eine bittere Pille musste der Souverän bei Traktandum zwei schlucken. Am 24. Juni 2020 sprachen die Stimmbürgerinnen und Stimmbürger einen Kredit von 3,6 Mio. Franken für das «Vorprojekt für eine gemeinsame Niederzone in der Wasserversorgung von Duggingen und Grellingen» gut. Projektanpassungen und Teuerung führten dazu, dass der Gemeinderat nun einen Nachkredit von 1,97 Mio. Franken verlangt, wovon Grellingen einen Anteil von 846000 Franken zu übernehmen hat. Nach kurzer Diskussion genehmigte die Versammlung den Nachkredit wohl oder übel.

Mit grossem Mehr stimmte der Souverän der Gründung Zweckverband Wasserversorgung Vorderes Laufental (WVL) zu. Zu dessen Mitgliedern zählen die Gemeinden Grellingen und Duggingen. Die geplante Betriebsaufnahme des Zweckverbands wurde auf den 1. Juli 2026 festgelegt.

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