Das Laufner Spital behauptet sich

Auch wenn eine Abteilung geschlossen wird, der Standort Laufen des Kantonsspitals Baselland bleibt bestehen. Geplant sind sogar Erweiterungen im Angebot und entsprechende bauliche Renovationen.

Grünes Licht für eine sichere Zukunft: Michael Rolaz, Geschäftsleiter Standort Laufen, Christine Frey, neue Leiterin Kommunikation Kantonsspital Baselland.  Foto: Martin Staub
Grünes Licht für eine sichere Zukunft: Michael Rolaz, Geschäftsleiter Standort Laufen, Christine Frey, neue Leiterin Kommunikation Kantonsspital Baselland. Foto: Martin Staub

Zwei Gemälde – spontan denkt der Betrachter an Joan Miró – zieren den Korridor der neuen Klinik für Schmerztherapie, welche erst vor wenigen Wochen im Kantonsspital Laufen eröffnet wurde. «Diese Bilder haben Patienten während ihrer Therapie hier gemalt und als Zeichen der Dankbarkeit zurückgelassen», sagt Michael Rolaz. Die neue Abteilung, eine Spezialität des Standorts Laufen, sei überaus erfreulich gestartet, so der Geschäftsleiter.
Und die Erfolgsgeschichte soll weiter- gehen. Bis Anfang 2015 wird im Spital Laufen eine weitere Abteilung ihre Dienstleistungen anbieten: Akutgeriatrie und geriatrische Rehabilitation. «Ein Angebot, welches in Zukunft aufgrund der demografischen Entwicklung mit immer mehr älteren Menschen zunehmend wichtiger wird», wie Christine Frey, Leiterin Kommunikation Kantonsspital Baselland, ergänzt.

Zu wenig Geburten
Dass hingegen die Abteilung für Frauenheilkunde (Geburtsabteilung), mit derzeit noch vier Betten und weniger als 90 Geburten jährlich, Ende nächsten Jahres geschlossen wird, sehen Rolaz und Frey als Wermutstropfen. «In diesem Bereich können wir einfach nicht mehr mithalten», bedauert Rolaz, zu gering sei die Auslastung, zu wenig attraktiv auch die Infrastruktur.
Christine Frey sieht es positiv: «Einer jungen werdenden Mutter kann der meist nur kurze Aufenthalt im entfernteren Bruderholz doch besser zugemutet werden als einer betagten Person, welche dringend operativ oder pflegend behandelt werden muss.»
Bis die Abteilung für Akutgeriatrie und geriatrische Rehabilitation ihren Betrieb aufnehmen kann, sind laut Michael Rolaz auch einige bauliche Massnahmen geplant, und um die fachliche Kompetenz zu gewährleisten, personell Anpassungen nötig. «Es soll schliesslich ein modernes und attraktives Kompetenzzentrum werden», erklärt Rolaz. Eine Konkurrenz zu bestehenden Institutionen wie dem Zentrum Passwang sei aber ausgeschlossen. «Es geht hier um kürzere Aufenthaltszeiten und um Akutpflege.»

Optimal vernetzt
Das Kantonsspital Baselland mit seinen drei Standorten Liestal, Bruderholz und Laufen ist bestrebt, seine Dienstleistungen zu optimieren und zu koordinieren. «Ein einziges Spital also, mit drei Standorten, welche optimal vernetzt sein müssen», präzisiert die neue Kommunikatorin. Deshalb seien auch immer wieder Anpassungen nötig. Aber die Angst eines Leistungsabbaus im Spital Laufen sei zurzeit wirklich nicht zu befürchten, erklärt Michael Rolaz. Das bestehende Betriebskonzept des Kantonsspitals Baselland bedeute sogar eine Stärkung des Standortes Laufen. Und abgesehen von der Schliessung der Frauenheilkunde seien derzeit keine Angebote in Gefahr. «Laufen bleibt also ein Akutspital, mit Notfallaufnahme, Diagnostik, Akutmedizin, Orthopädie und Chirurgie», sagt der Geschäftsleiter.

Auch Christine Frey, die erst vor wenigen Wochen ihre neue Funktion als Leiterin Kommunikation Kantonsspital Baselland angetreten hat, gibt sich zuversichtlich bei ihrem Besuch in Laufen. «Ein sympathischer Geschäftsleiter, ein aufgestelltes Team und zufriedene Patienten – da kann doch nichts schiefgehen», sagt sie lachend.

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