Laufental
30.11.2022

«Ich habe das mit Leib und Seele gemacht»

Im Dienste der jungen Eltern: Gaby Heizmann geht nach 36 Jahren als Mütter- und Väterberaterin in Pension. Foto: Melanie Brêchet

Im Dienste der jungen Eltern: Gaby Heizmann geht nach 36 Jahren als Mütter- und Väterberaterin in Pension. Foto: Melanie Brêchet

Während 36 Jahren war Gaby Heizmann in der Region dafür zuständig, junge Mütter und Väter in Entwicklungs- und Erziehungsfragen zu unterstützen. Ende Jahr ist damit Schluss — Gaby Heizmann geht in Pension.

Von: Melanie Brêchet

Pensioniert sei sie eigentlich schon seit vergangenem Mai, erklärt Gaby Heizmann in den Räumlichkeiten des Familienzentrums Chrättli, einer ihrer ­Wirkungsstätten in den vergangenen Jahren. Sie wollte jedoch nicht von jetzt auf gleich aufhören, erklärt sie. Das wäre für sie sehr schwierig gewesen. Seit Mai arbeitet Gaby Heizmann darum noch 40 Prozent und deckt nur noch die Gemeinden Röschenz, Liesberg, Brislach und Wahlen ab — und auch das nur noch bis Ende Jahr, dann geht die Mütter- und Väterberaterin in Pension. «Ich bin ­ausserdem nur noch für jene Beratungen zuständig, die bereits seit einiger Zeit laufen, neue Kinder mit ihren Eltern kommen nicht mehr zu mir, das würde ja auch keinen Sinn machen.» Das ­verhältnismässige langsame «Ausschleichen» ihrer Arbeit sei aber eine gute ­Sache, alles andere wäre ihr einfach zu schnell gegangen.

Im Dienste der Eltern

Ursprünglich lernte Gaby Heizmann den Beruf der Kinderpflegerin. Anschliessend war der Beschluss schnell gefasst, sich weiterzubilden und in die Beratung von jungen Eltern zu gehen. Sie absolvierte eine Ausbildung zur Kinderkrankenschwester und anschliessend noch eine weitere zur Mütter- und Väterberaterin. «Diese Ausbildung war sehr wichtig, denn es wurden auch andere Themen angesprochen als bei den Pflegeberufen. Dazu gehören Ernährungsberatung oder auch Themen, die weit ins Feld der ­Psychologie reichen.»

Seit November 1986 begleitet Gaby Heizmann im Laufental nun Eltern dabei, ihre Sprösslinge grosszuziehen. «Zuerst arbeitete ich zu 50 Prozent, später 100 und dann 80. In den Beratungen gehe es längst nicht nur darum, Mass zu nehmen oder das Kind zu wiegen – auch wenn die körperliche Entwicklung des Kindes ein wichtiger Teil sei. «Manchmal kommen die Mütter auch einfach, um etwas ­loszuwerden oder ein wenig zu plaudern. Schön sei es auch, wenn sich Mütter vor Ort zum Austausch treffen können. ­Leider falle das zukünftig weg, da die Beratungen meistens auf Termin durchgeführt werden.

Ihre Arbeit habe sie immer mit Leib und Seele gemacht, sagt Heizmann, auch wenn sie manchmal sehr intensiv und nicht ganz einfach war. So hatte sie in den Jahren auch mit unschönen Themen wie Misshandlung oder Missbrauch von Kindern, aber auch von Müttern zu tun. «Das waren schwierige Momente, die manchmal schwer zu verdauen waren.» Die schönen Erinnerungen würden aber ganz klar überwiegen. «Wenn jemand sagt, dass es schade sei, dass ich aufhöre, muss ich zustimmen. Das ist nämlich wirklich sehr schade und es tut zugegeben auch ein bisschen weh.»

In die Beratung würden damals wie heute vor allem die Mütter kommen. «Die Väter rufen jedoch an und möchten ­diverse Themen besprechen. Sie beteiligen sich damit schon häufiger an der Kindererziehung als früher.» Die grösste Veränderung in der Arbeit der Mütter- und Väterberatung habe das Internet gebracht: «Die Eltern schauen viel im Internet nach und kommen nicht mehr in die Beratung oder erst dann, wenn das Problem riesig wird. Das Angebot ist aber trotzdem immer noch sehr wichtig. Das Internet ersetzt den direkten Kontakt mit Fachpersonen nicht.»

Die Beratungen, die Gaby Heizmann in den letzten 36 Jahren gemacht hat, kann man wohl kaum zählen. Was davon geblieben ist, ist ihr Bekanntheitsgrad: «Mich kennen hier im Laufental sehr viele Leute», lacht sie. Ich habe in gewissen Familien sogar Beratungen über mehrere Generationen gemacht.» Am meisten bedauert Gaby Heizmann, dass sie ihre aktuellen Kinder nicht mehr bis zum Kindergarteneintritt begleiten kann, um zu sehen, wie sie sich entwickeln. Die Arbeit könne sie aber gut loslassen.

Gar nichts mehr zu tun, liegt Gaby Heizmann jedoch fern: «Wir bauen im Familienzentrum Chrättli ein Generationenhaus auf. Es soll zukünftig auch ­Anlässe für ältere Leute z. B. zusammen mit ihren Enkelkindern geben. Am 10. Dezember findet der erste Anlass statt, bei dem gemeinsam Weihnachtsgutzi gebacken werden. Bis am 4. Dezember könne man sich auch gerne noch dafür anmelden. Weitere Informationen sind unter www.chraettli.ch zu finden.

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