Burg
20.07.2022

«Leben, aber echt»

Wechsel im Gemeindepräsidium Burg: Dieter Merz (l.) übergibt das Präsidium an Hans-Jörg Tobler. Foto: Bea Asper

Wechsel im Gemeindepräsidium Burg: Dieter Merz (l.) übergibt das Präsidium an Hans-Jörg Tobler. Foto: Bea Asper

Über 31 Jahre lang engagierte sich Dieter Merz für das Dorf Burg im Leimental und setzte sich dabei für eine Zusammenarbeit ein, die über das Laufental hinaus ging.

Von: Bea Asper

«Ich kündigte bereits vor zwei Jahren an, das Gemeindepräsidium von Burg abzugeben. Damit blieb ausreichend Zeit für die Nachfolgeregelung», erklärt Dieter Merz gegenüber dieser Zeitung. Burg konnte sich immer auf Merz verlassen und dies über Jahrzehnte hinweg. Sein Einstieg in die Dorfpolitik erfolgte noch unter dem Berner Kantonsregime. Bevor Burg zusammen mit den Gemeinden des Laufentals zum Kanton Basel-Landschaft wechselte, hatten sich die Dorfbewohner in einer Umfrage für den Kanton Basel-Stadt ausgesprochen. Merz gelang es später, in der Frage der regionalen Zusammenarbeit jeweils die beste Lösung für das Dorf zu finden. In der Sozialhilfe raufte man sich mit den ­Laufentalern zusammen, in der Bildung konnte man ein Abkommen mit der ­Gemeinde Metzerlen-Mariastein und dem Oberstufenzentrum Leimental schliessen und im Bereich Gesundheit/Alter teilt Burg die Versorgungsregion mit Biel-Benken, Therwil und ­Ettingen. Bei der Feuerwehr schaffte es der Gemeinderat unter der Leitung von Dieter Merz, die Hürde der Kantons­grenze zu überwinden und mit den ­Gemeinden des Solothurnischen Leimentals den Verbund Chall zu gründen. «Das Laufental liegt einfach nicht auf unserem Weg», räumt Hans-Jörg Tobler ein. Der gebürtige Basler gehört seit acht Jahren dem Gemeinderat von Burg an und wurde nun in stiller Wahl zum neuen ­Gemeindepräsidenten gewählt. «Nur ­wegen meiner Pensionierung ist es mir möglich, diese grosse Verantwortung wahrzunehmen. In Burg fehlen die Kommissionen und die Verwaltung ist klein, entsprechend hoch sind die Anforderungen an die Mitglieder der Exekutive», gibt Tobler zu bedenken. «Die Aufgaben sind zwar spannend und lehrreich, manchmal aber auch undankbar. Man kann es nicht allen Recht machen und muss ­einiges aushalten.» Immerhin könne man sich in Burg auf die Sachpolitik konzentrieren und sei von politischem Geplänkel verschont geblieben. Als Tobler vor zwölf Jahren wegen der malerischen Landschaft und der Ruhe nach Burg kam, hätte er nicht im Traum daran gedacht, seine Freizeit in die Führung der Gemeinde zu stecken. Doch Burg mit seiner ausserordentlichen Regelung, dass man im Dorf pro Liegenschaft zwei Pferde halten darf, sei ihm inzwischen sehr ans Herz gewachsen, meint Tobler. «Dieter Merz gebührt grossen Dank für sein ausgiebiges, ausserordentliches Engagement zum Wohle von Burg im Leimental», hebt Tobler hervor. Merz übergibt die 280-Seelen-Gemeinde mit einem Finanzpolster von 1,5 Millionen Franken Eigenkapital. Die Rechnung 2021 schloss mit einem Gewinn von 63000 Franken ab.

Hitzige Debatten in Aussicht

Zu einer Vakanz im fünfköpfigen ­Gemeinderat kommt es nicht, Andreas Wagner, der bei den letzten Wahlen ­kandidierte, steht für das Amt zur ­Verfügung und wurde in stiller Wahl ­gewählt. Weiterhin mit dabei sind: ­Niklaus Stampfli, Werner Meier und ­Claudia Furer. Sie blicken derzeit hitzigen Debatten entgegen. Liestal hatte den ­Gemeinderat von Burg aufgefordert, eine Verringerung der Bauzone aufzuzeigen. «Ein äusserst heikles Thema. Ginge es nach gewissen Vorstellungen, müsste man von langwierigen Rechtsstreitig­keiten und Schadenersatzansprüchen in Millionenhöhe ausgehen», gibt Tobler zu bedenken.

Ausserdem macht der Kanton mit seiner Forderung, die Bauzone innerhalb des Siedlungsgebietes zu verkleinern, Burgs Vision zunichte. «Die Zukunft unserer Gemeinde ist abhängig von den Entfaltungsmöglichkeiten, ein qualitatives Wachstum ist Teil unseres Leitbildes, das wir derzeit in enger ­Zusammenarbeit mit der Bevölkerung am Erstellen sind», führt Tobler aus. «Dieser Prozess der Gemeindevision war sehr spannend und steht unter dem Titel: ‹Burg I. L., leben aber echt›. Noch hat der Kanton nichts entschieden und der ­Gemeinderat wird sich für einvernehmliche Lösungen einsetzen», verspricht Tobler. «Die Verantwortlichen der Baselbieter Baudirektion sind vor kurzem unserer Einladung gefolgt und nahmen auf dem Dorfrundgang die spezifischen Fragestellungen zur Kenntnis.» Tobler zeigt sich insgesamt sehr zuversichtlich. Nach der Ankündigung der Kantonsbehörden, die Bauzone verkleinern zu wollen, gab es bei der Verfügbarkeit des Baulandes, das derzeit für rund 380 Franken pro Quadratmeter gehandelt wird, eine massive Verbesserung. «Fünf Bauvorhaben auf einmal — das gab es in Burg noch nie. Damit nähern wir uns dem erklärten Ziel, bei der Einwohnerzahl die 300-­Marke zu überschreiten», so Tobler.

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