Biomill rockt weiter

Plakatverzierte Wände, die an vergangene Abende erinnern, gute Musik, viele bekannte Gesichter und Bier. Das ist die Biomill, wie sie viele kennen und lieben. Schon vor der Türöffnung hört man von draussen, dass die Vorbereitungen für diesen Abend auf Hochtouren laufen.

<em>Freut sich auf den Abend: </em>Das leider nicht ganz vollständig neue Veranstalterteam.<em/>

<em>Freut sich auf den Abend: </em>Das leider nicht ganz vollständig neue Veranstalterteam.<em/>

Nach der Bekanntgabe des Rücktritts von Gründermitglied Manfred Lindenberger und seinem Team nach 15 Jahren war die Zukunft der Biomill sowie ihr weiteres Bestehen lange Zeit ungewiss. Im September 2019 startete das Laufner Kultlokal in den Kellerräumen der alten Birsmill mit einem neuen Team in die 16. Saison. Die Grundmotivation der 13Freiwilligen ist klar: Die Biomill darf nicht sterben! Dass die neuen Veranstalterinnen und Veranstalter dem alten Konzept treu bleiben wollen, wird aus dem Gespräch mit Jan Elsässer und Serge Borer, den neuen Leitern der Biomill, deutlich. «Für ein reines Szenelokal ist die Anspruchsgruppe in der Region zu klein. Deshalb legen wir den Fokus auf den Ausbau der Musikgenre, um allen etwas bieten zu können.» Diese Thematik sorge für reichlich Gesprächsstoff im Team, verrät mir Serge. Man wolle sich aber auch auf Kleinigkeiten konzentrieren. So besteht seit dieser Saison eine Zusammenarbeit mit dem Unternehmen Regio-Taxi. Für fünf Franken pro Person kommen die Biomill-Fans bequem mit dem Taxi vom Bahnhof Laufen zum Lokal und wieder zurück. Seit Neuem ist die Biomill auch Teil des Projektes «Luisa ist hier!», einem Hilfsangebot für Frauen bei sexueller Belästigung. «Es ist uns wichtig, dass wir auch bei solchen Themen aufmerksam sind und ein Auge darauf haben.» Die Besucher finden aus verschiedenen Gründen ihren Weg in die Biomill. Einer der Hauptgründe: die Musik. Ich selbst bin dank der vielseitigen Konzerte schon oft auf neue Bands aufmerksam geworden. Wie auch am vergangenen Samstag. Nach den grossartigen Auftritten von Jack Dancing und Sons of Morpheus versetzte der Hauptact Velvet Two Stripes die gesamte Biomillcrowd in Bewegung. Mit geballter Frauenpower, rockigem Sound und grosser musikalischer Leidenschaft brachten die drei Winterthurerinnen auch den grössten Tanzmuffel zum Mitbewegen. An der Afterparty überraschte das Team von The Moeles DJ mit einem bunt gemischten Repertoire und liess die Besucher der Biomill bis in die frühen Sonntagmorgenstunden feiern, wie es sich für einen solchen Event gehört.

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