Gepackt vom Lesefieber

Bereits zum sechsten Mal machte Manuela Hofstätter mit Neuerscheinungen auf dem Büchermarkt in der Stedtlibibliothek Laufen Appetit aufs Lesen.

<em>Macht Appetit aufs Lesen: </em>Manuela Hofstätter in der Stedtlibibliothek in Laufen.<em/> <em>Foto: Martin Staub</em>
<em>Macht Appetit aufs Lesen: </em>Manuela Hofstätter in der Stedtlibibliothek in Laufen.<em/> <em>Foto: Martin Staub</em>

 

ie Berner Oberländerin versteht es perfekt, Appetit zu machen. Auf ihre Bretzeln nach eigenem altem Hausrezept beispielsweise, von denen sie eine ganze Schachtel von ihrem Wohnort Thun nach Laufen schleppte, um ihre Gästeschar zu verwöhnen. Darum aber gings nicht. Manuela Hofstätter, Buchhändlerin und Literaturbloggerin mit eigener Website (lesefieber.ch), war da, um ambitionierten Leseratten ein Dutzend neuer Bücher vorzustellen, die dann in der Folge unbedingt gelesen werden sollten. Dass diese zwölf neuen Bände künftig allesamt in den Bücherregalen der Stebi (Stedtlibibliothek) liegen, ist eine willkommene Neben- erscheinung und natürlich beabsichtigt.

Den humorvollen, dramatischen und spannenden Beschreibungen in Manu Hofstätters waschechtem Berndeutsch zu folgen, ist ein Genuss. Noch ganz abgesehen von Aussagen und Inhalten. Selbst absolute Bücherhasser würden dieser Frau, die bis zu 50-mal pro Jahr zu diesem Zweck in der ganzen Schweiz unterwegs ist, an den Lippen hängen wie ein Kindergärtler seiner Lieblingslehrerin. Nichtleser hatte es jedoch keine am vergangenen Sonntag am Literatur Apéro im zweiten Stock der Stedtlibibliothek. Dafür kamen die Leserinnen und Leser in Scharen. Und sie alle wollten wissen, was Manu Hofstätter Neues in ihrem Gepäck hat. Es war Belletristik aller Genres: Familie (Der Zopf meiner Grossmutter, Alina Bronsky), Auswanderung (Nach Ohio, Benedikt Meyer), Krimi (Der Wanderer, Luca D’Andrea), Politik (Schutzzone, Nora Bossong) oder Liebe (Kintsugi, Miku Sophie Kühmel), um nur wenige Aspekte aus den 12 ausgewählten Werken zu erwähnen. Diese wurden übrigens von der Referentin dermassen packend präsentiert, dass wohl jeder und jede mit dem Gedanken nach Hause ging, diese alle möglichst rasch selber lesen zu wollen. Unter den vorgestellten Werken waren auch die Neuerscheinungen von zwei Schweizer Autorinnen und einem Autor, die für den Schweizer Buchpreis, der am kommenden Wochenende an der Basler Buchmesse vergeben wird, nominiert sind: Tabea Steiner (Balg), Simone Lappert (Der Sprung) und Alain Claude Sulzer (Unhaltbare Zustände).

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