«Meine Lippen, sie küssen so heiss»

Mit dem «Zauber der Operette» mit Starsängerin Marion Ammann konnte der Männerchor Reinach einmal mehr einen riesigen Erfolg verbuchen und schenkte Champagner aus.

Harmonierten: Sopranistin Marion Ammann (vorne l.) und der von Barbara Hahn dirigierte Männerchor Reinach.  Foto: Bea Asper
Harmonierten: Sopranistin Marion Ammann (vorne l.) und der von Barbara Hahn dirigierte Männerchor Reinach. Foto: Bea Asper

Wenn der Männerchor Reinach zum Konzert einlädt, füllt sich die Kirche bis auf den letzten Platz. Das ist Tradition (am Adventssingen in der Dorfkirche St. Nikolaus zum Beispiel) und zeigte sich auch am lauen Juni-Abend letzten Freitag in der Mischeli-Kirche. «Zauber der Operette» lautete der Titel des Programms – und das Konzert vermochte seine Zuschauer absolut zu verzaubern. Das Publikum dankte es den Männern und der Sopranistin Marion Ammann mit Standing Ovations. Die Stückauswahl überzeugte auf der ganzen Linie, die Melodien waren nicht nur den Opernfreunden bekannt, sondern sind Ohrwürmer, welche unter die Haut gehen, wie «Meine Lippen, sie küssen so heiss» aus der Operette «Die lustige Witwe» von Franz Lehàr oder das «Trinklied» aus der Oper «La Traviata» von Giuseppe Verdi, sowie «die Wiener Walzerklänge» aus der Operette «Wiener Blut» von Johann Strauss und «O mio babbino caro» aus der Oper «Gianni Schicci» von Giacomo Puccini. Dazu reihten sich weitere Stücke und in der Pause versüsste der Männerchor den Abend mit einem Glas Champagner.


Für jede Stimme Übe-Melodien

Die Idee, mit einer Opernstimme Abwechslung in das Programm des männlichen Chorgesangs zu bringen, hatte sich schon einmal bewährt. Doch dieses Mal – nicht zuletzt dank dem Tipp aus dem Bürgerrat – konnte der Männerchor eben die international erfahrenen Opern- und Konzertsängerin Marion Ammann sowie den Berufspianisten Hartwig Joerges für ein Zusammenwirken gewinnen. Ammann ist auf der Weltbühne zu Hause, sie zog mit ihrem Können schon das Publikum in den grossen Opernhäusern Deutschlands sowie in Helsinki in der Nationaloper in ihren Bann. Nach einem persönlichen Augenschein hatte Ammann den Reinachern zugesagt und der Männerchor mit Dirigentin Barbara Hahn intensivierte seine Proben. «Damit wir die Melodien besser lernen konnten, hat unsere musikalische Leiterin für jedes Lied und jede Stimme Übe-Melodien angefertigt. Diese wurden den Sängern zur Verfügung gestellt», verriet Präsident Karl-Heinz Hohl und bedankte sich mit einem riesigen Blumenstrauss bei Barbara Hahn für «ihren grossen Einsatz und ihre Geduld.»

Der Männerchor Reinach blickt auf eine lange Geschichte zurück, er wurde 1845 gegründet. Seine Auftritte an Dorfanlässen und seine Konzerte stossen immer auf grosses Interesse, doch machen sich die Mitglieder Sorgen um die Zukunft. Präsident Karl-Heinz Hohl nutzte erneut die Gelegenheit und versuchte bei den zahlreichen Zuschauern Interesse zu wecken, in die Proben (jeweils Dienstagabend in der Aula des Fiechtenschulhauses) hineinzuschnuppern.

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