20 Jahre «Kunst in Reinach»

Zum zehnten Mal verwandelte sich seit 1996 das Gemeindehaus am Wochenende in eine Galerie. Die lokale Biennale erfreut sich nach wie vor grosser Beliebtheit. Das zeigten die Besucherzahlen und der Verkaufserfolg.

Gut präsentiert: Kunst und Künstlerin. Foto: Thomas Brunnschweiler
Gut präsentiert: Kunst und Künstlerin. Foto: Thomas Brunnschweiler

Thomas Brunnschweiler

Die 10. Ausgabe des alle zwei Jahre stattfindenden Kulturevents «Kunst in Reinach» wurde nicht eigentlich als Jubiläum gefeiert. Auffallend war, dass die Künstlerinnen im Verhältnis 2:1 in der Überzahl waren. Nebst der Malerei und der etwas untervertretenen Druckgrafik gab es viele Objekte aus Holz, Metall und Ton zu sehen, wobei die glasierten, teils filigranen Tonskulpturen von Esther Link besonders ins Auge stachen. Vom mehrheitlich abstrakten Expressionismus hoben sich die figurativen Werke von Susanna Schürch, Franziska Burkhardt und Katja Dorman ab. Letztere besticht durch den souveränen zeichnerischen Duktus ihrer Bilder, die alltägliche Strassenszenen zeigen.

Rolf Holstein aus Reinach überzeugte mit ausgewogen komponierten Bildern, in denen Schriftelemente vorkommen. Im Bereich des Skulpturalen gab es Überschneidungen von Kunst und Kunsthandwerk. Es zeigte sich, dass künstlerisch und handwerklich hochwertig gestaltete Objekte beliebt sind, wie die roten Verkaufspunkte bewiesen. Patrick Rapp, einer der zwei Holzkünstler, bewies mit seiner «Holzart», dass sich lokales Altholz in elegante Objekte verwandeln lässt, die noch den Geist des Waldes atmen. Die Präsentation der Werke war nicht überall gleich gut gelungen.

Insgesamt war «Kunst in Reinach» 2016 jedoch sehr erfolgreich. 1303 Menschen besuchten die Ausstellung innerhalb von drei Tagen. Die meisten Künstlerinnen und Künstler konnten Werke verkaufen. Dass dieser etablierte Kunstevent jemals politisch infrage gestellt wurde, ist nach dem letzten Wochenende kaum mehr nachzuvollziehen.

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