1500 bunte Wesen wandeln durch Reinachs Strassen
Trotz grauem Himmel und Regen sorgten die jungen Fasnächtlerinnen und Fasnächtler in Reinach für farbige Akzente.
«S goot nüm vill», lautet das Sujet der diesjährigen Reinacher Fasnacht. Der Waggis mit leeren Hosentaschen auf der Plakette symbolisiert die prekäre Finanzlage der Gemeinde. Dass die Grösse der Fete nicht zwingend von der Knete abhängt, zeigt der Kinderumzug am schmutzigen Donnerstag (Schmudo).
Das Wetter ist an diesem Mittag in Reinach grau. Hoffnungen auf Sonnenstrahlen sind vergebens. Dennoch verwandelt sich Reinach allmählich in ein Meer von bunten Kostümen.
Gegen 14 Uhr, rund eine Viertelstunde vor dem Umzug, stehen viele Kinder schon in den Startlöchern, als ein leichter Regen einsetzt. Doch wenig später, als der Umzug offiziell eröffnet wird und es erstmals ordentlich Konfetti regnet, geraten die Tropfen vom Himmel schnell in Vergessenheit. «I mag nüm länger warte – d’Fasnacht cha starte», steht auf den umgehängten Badges der Kinder.
Ein buntes Treiben am verregneten Nachmittag
Rund 1500 bunt verkleidete Kinder und Lehrpersonen von der Spielgruppe bis hin zur Primarschule strömen auf der abgesperrten Reinacher Hauptstrasse auf und ab und geben einen ersten Vorgeschmack darauf, was in den nächsten Tagen folgen wird.
Von lachenden Waggissen über Schneemänner und Schneefrauen bis hin zu verschiedenen Tieren beweisen die Kinder, dass in Reinach in Sachen Kreativität «vill goot». Besonders auffallend in knalligem Grün ist eine Klasse, die sich als die «Olchis» verkleidet hat. Auch die Minions stechen mit ihrem leuchtenden Gelb aus der Menge heraus. Die jungen Fasnächtlerinnen und Fasnächtler präsentieren ihre aufwendig gestalteten Kostüme, verteilen Süssigkeiten und werfen die eine oder andere Handvoll Räppli in die Menschenmenge am Strassenrand.
Dabei werden sie von Reinacher Guggen wie den «Graffiti Spuckern», der «Furzgugge» und der «Rambasse» musikalisch unterstützt. Nach dem Umzug durch das Dorf gibt es für die Kinder «Fasnachts-Kiechli» und warmen Tee, bevor der Kinderball auf dem Gemeindeplatz beginnt.
















