1500 bunte Wesen wandeln durch Reinachs Strassen

Trotz grauem Himmel und Regen sorgten die jungen Fasnächtlerinnen und Fasnächtler in Reinach für farbige Akzente.

Keine Angst: Von diesem «Olchi» gibt’s etwas – hoffentlich schmeckt’s dann auch.

Keine Angst: Von diesem «Olchi» gibt’s etwas – hoffentlich schmeckt’s dann auch.

«I mag nüm länger warte ...»: Die Minions freuen sich auf den Umzug.

«I mag nüm länger warte ...»: Die Minions freuen sich auf den Umzug.

Aufwändig verziert: Gewisse Larven wurden noch zusätzlich verschönert.

Aufwändig verziert: Gewisse Larven wurden noch zusätzlich verschönert.

Kreativer Ballsport: Dieser «Sportsfreund» hat den Korb auf sicher getroffen.

Kreativer Ballsport: Dieser «Sportsfreund» hat den Korb auf sicher getroffen.

Erwischt! Diese «Räppli» werden die Besucherin wohl noch ein, zwei Tage zu Hause verfolgen – dank des nassen Wetters haften die Papierschnipsel besonders gut.

Erwischt! Diese «Räppli» werden die Besucherin wohl noch ein, zwei Tage zu Hause verfolgen – dank des nassen Wetters haften die Papierschnipsel besonders gut.

Musikalische Begleitung: Das Piccolo gehört klar dazu.

Musikalische Begleitung: Das Piccolo gehört klar dazu.

Der etwas andere Regen: «Räppli z wärfe macht eifach Spass!» Fotos: Kenneth Nars

Der etwas andere Regen: «Räppli z wärfe macht eifach Spass!» Fotos: Kenneth Nars

«S goot nüm vill», lautet das Sujet der diesjährigen Reinacher Fasnacht. Der Waggis mit leeren Hosentaschen auf der Plakette symbolisiert die prekäre Finanzlage der Gemeinde. Dass die Grösse der Fete nicht zwingend von der Knete abhängt, zeigt der Kinderumzug am schmutzigen Donnerstag (Schmudo).

Das Wetter ist an diesem Mittag in Reinach grau. Hoffnungen auf Sonnenstrahlen sind vergebens. Dennoch verwandelt sich Reinach allmählich in ein Meer von bunten Kostümen.

Gegen 14 Uhr, rund eine Viertelstunde vor dem Umzug, stehen viele Kinder schon in den Startlöchern, als ein leichter Regen einsetzt. Doch wenig später, als der Umzug offiziell eröffnet wird und es erstmals ordentlich Konfetti regnet, geraten die Tropfen vom Himmel schnell in Vergessenheit. «I mag nüm länger warte – d’Fasnacht cha starte», steht auf den umgehängten Badges der Kinder.

Ein buntes Treiben am verregneten Nachmittag

Rund 1500 bunt verkleidete Kinder und Lehrpersonen von der Spielgruppe bis hin zur Primarschule strömen auf der abgesperrten Reinacher Hauptstrasse auf und ab und geben einen ersten Vorgeschmack darauf, was in den nächsten Tagen folgen wird.

Von lachenden Waggissen über Schneemänner und Schneefrauen bis hin zu verschiedenen Tieren beweisen die Kinder, dass in Reinach in Sachen Kreativität «vill goot». Besonders auffallend in knalligem Grün ist eine Klasse, die sich als die «Olchis» verkleidet hat. Auch die Minions stechen mit ihrem leuchtenden Gelb aus der Menge heraus. Die jungen Fasnächtlerinnen und Fasnächtler präsentieren ihre aufwendig gestalteten Kostüme, verteilen Süssigkeiten und werfen die eine oder andere Handvoll Räppli in die Menschenmenge am Strassenrand.

Dabei werden sie von Reinacher Guggen wie den «Graffiti Spuckern», der «Furzgugge» und der «Rambasse» musikalisch unterstützt. Nach dem Umzug durch das Dorf gibt es für die Kinder «Fasnachts-Kiechli» und warmen Tee, bevor der Kinderball auf dem Gemeindeplatz beginnt.

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