Isaac Reber tritt zurück – SVP will Grünen-Sitz angreifen

Regierungsrat Isaac Reber hat vergangenen Donnerstag seinen Rücktritt auf den 30. September bekannt gegeben. «Nachdem ich seit 2019 Dienstältester im Amt bin, nach insgesamt 15 Jahren und im Hinblick auf meinen 65. Geburtstag im August dieses Jahres, ist für mich nun der richtige Zeitpunkt gekommen, den Stab an die nächste Generation weiterzugeben», erklärte er. Rebers politische Karriere als Regierungsrat endet damit so, wie sie begonnen hat: mit einer Überraschung. 2011 schaffte der Sissacher mit einem ungewöhnlichen Wahlkampf und unter dem Eindruck der Atomkatastrophe von Fukushima den Sprung in die Baselbieter Regierung – als erster Grüner überhaupt. Mit seinem vorzeitigen Rücktritt schaffte er es nun erneut zu überraschen. Zwar war es unter Politbeobachtern ein offenes Geheimnis, dass Reber im April 2027 bei den Gesamterneuerungswahlen nicht mehr antreten würde, dass er jedoch zwei Monate nach dem Rücktritt von Monica Gschwind (FDP) eine erneute Ersatzwahl erzwingt, davon konnte nicht ausgegangen werden. Die Grünen werden den Sitz nicht kampflos aufgeben: Am 5. März wird die Parteibasis darüber entscheiden, wen sie ins Rennen schicken wird. Interesse am Amt bekundet hat bereits der ehemalige Landratspräsident und Prattler Gemeinderat Phillipp Schoch. Abgesagt hat Nationalrätin Florence Brenzikofer. Die Grünen werden den Sitz gegen die SVP verteidigen müssen. Das Kandidatenkarussell dreht sich bei der SVP bereits.

Entscheiden kann die Baselbieter Stimmbevölkerung am 14. Juni.

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