Eingeschleppt und eingenistet

Die Asiatische Tigermücke breitet sich in der Region Basel weiter aus. Was muss man aktuell beachten?

Beide Basel betroffen: Die Asiatische Tigermücke hat sich im Sommer und im Herbst 2024
in der Region weiter ausgebreitet. Bild: zVg

Beide Basel betroffen: Die Asiatische Tigermücke hat sich im Sommer und im Herbst 2024 in der Region weiter ausgebreitet. Bild: zVg

Tigermücke: Der Name leitet sich von den weissen Streifen auf den Beinen ab. Foto: zVg

Tigermücke: Der Name leitet sich von den weissen Streifen auf den Beinen ab. Foto: zVg

Wie verbreitet ist die Tigermücke in der Region?

Die Asiatische Tigermücke hat sich im Sommer und im Herbst 2024 in der Region Basel weiter ausgebreitet. Ein Ausrotten der aus Südostasien eingeschleppten Art ist nach Angaben des ­Gesundheitsdepartements Basel-Stadt (GD) unwahrscheinlich. «Mit der Besiedelung des gesamten Kantons ist zu erwarten, dass sich die Tigermücke auch in den kommenden Jahren weiter vermehren wird», schreibt das GD.

Wie es in der aktuellsten Mitteilung der Baselbieter Bau- und Umweltschutzdirektion (BUD) heisst, wurde die invasive Mücke unterdessen auch in 14 Gemeinden auf dem Land entdeckt. Die von der Asiatischen Tigermücke befallene Fläche sei nach Angaben der BUD im vergan­genen Jahr wieder stark gewachsen. Die Mückensaison dauert jeweils von April bis Oktober.

Wieso ist die Tigermücke ein Problem?

Die Mücke, die so gross ist wie ein Fünfrappenstück, ist sehr lästig, da sie einerseits tagaktiv ist und andererseits ein aggressives Stechverhalten aufweist. Im Baselbiet gab es zahlreiche Meldungen aus der Bevölkerung, wonach die Mücken den Aufenthalt im Freien stark beeinträchtigen. Andererseits kann diese Art auch bestimmte Tropenkrankheiten von Mensch zu Mensch übertragen wie das Dengue- oder das Zika-Virus.

Was tun die Kantone und die Gemeinden?

Die Kantone und die Gemeinden sind zuständig für die Bekämpfung von Brutstätten im öffentlichen Raum und überwachen die Ausbreitung. Brutstätten wie Strassenschächte oder Dolendeckel werden regelmässig mit einem umweltverträglichen biologischen Mittel gegen Mückenlarven (Larvizid) behandelt.

Was müssen Anwohnende beachten?

Das ist zurzeit in den beiden Basel unterschiedlich. In Basel-Stadt müssen die Tigermücken nicht mehr gemeldet werden, da sie inzwischen im gesamten Kanton vorkommen. Auch auf die Sprechstunden werde fortan verzichtet, schreibt das GD, weil nur sehr wenige Personen das Angebot nutzten. Am 7. Mai findet eine Informationsveranstaltung im Igelsaal (Kannenfeldpark) zum Thema Tigermücke statt, organisiert vom Stadtteilsekretariat Basel-West. Dennoch appelliert der Kanton an die Bevölkerung. Um die Anzahl Tigermücken möglichst gering zu halten, sollen Anwohnende in den betroffenen Gebieten regelmässig ein biologisches Mittel gegen die Mückenlarven einsetzen.

Einige Brutstätten würden von der Bevölkerung bereits zuverlässig erkannt und beseitigt, lobt das Gesundheitsdepartement. Noch zu wenig beachtet werden jedoch Dolen, zum Beispiel in Kellerabgängen oder in der Nähe von Regenrohren. Auch Regentonnen, die man nicht mit einem Deckel oder einem Netz abdecken kann, stellen ein Risiko dar. Um die Ausbreitung weiter nachverfolgen zu können, ist wiederum der Kanton Baselland weiterhin auf das Melden von verdächtigen Mücken angewiesen. Mücken mit verdächtiger schwarz-weisser Musterung können unter www.muecken-schweiz.ch gemeldet werden. Beim Einsatz des Larvenmittels wird die Bevölkerung mit ins Boot geholt.

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