Der etwas andere Weihnachtsmarkt

Zum zehnten Mal findet auf dem Walzwerkareal der Bazar de Noël statt. Mehr als 100 Marktstände und ein kulturelles Rahmenprogramm machen den Anlass zu einem besonderen Ereignis.

Einmaliges Ambiente: der etwas alternative und zugleich industrielle Charakteram Bazar de Noël auf dem Walzwerkareal.Foto: zvg
Einmaliges Ambiente: der etwas alternative und zugleich industrielle Charakteram Bazar de Noël auf dem Walzwerkareal.Foto: zvg

Dieses Wochenende verwandelt sich das Walzwerkareal bereits zum zehnten Mal in einen Weihnachtsmarkt der besonderen Art: Neben offenen Türen zu Betrieben, Kunstateliers, Werkstätten und Gastrounternehmen erwarten die Besucherinnen und Besucher rund 100 Marktstände mit Geschenken, innovativen Eigenproduktionen, kreativen Ideen und feinsten Köstlichkeiten. Das Rahmenprogramm «Bazar de Noël – bewegt» zeigt zudem eine Mischung regionaler kultureller Beiträge, darunter Performances, Musik, Vorträge oder Workshops.

Ein besonderes Highlight ist die Eröffnung von Theater Raum: Dieses neue Projekt will «Raum schaffen für inklusive Kunst und Kultur», wie auf der Homepage von Theater Raum zu lesen ist. Zudem öffnet der Coiffeursalon Hair Sign aus Arlesheim auf dem Areal eine neue Filiale. Organisiert wird der Bazar de Noël vom Kulturverein Walzwerk in Zusammenarbeit mit den Walzwerkbetrieben, freiwilligen Helferinnen und Helfern sowie mit Unterstützung der SF Urban Properties (SFUP), der Besitzerin des Areals, und der Gemeinden Münchenstein und Arlesheim.

Bewegte Geschichte

Der Bazar de Noël wurde im Jahr 2013 auf Initiative des Vereins für Sozialpsychiatrie Baselland (VSP) als Vorweihnachtsanlass ins Leben gerufen. Es war damals eine kleine Gewerbeausstellung mit 14 Walzwerkbetrieben in der Kantine des VSP. Petra Buchter, die damals nicht nur auf dem Areal ein kleines Atelier für Schriftenmalerei betrieb, sondern auch dort wohnte, hatte gemeinsam mit Roger Beutler, dem Technischen Leiter des Walzwerks, dem Fahrbar-Team und Alfred Kaiser vom VSP im Jahr 2015 die Idee, den Anlass neu aufzugreifen und ihn auf das ganze Areal zu erweitern. «Es war die Zeit, als man nicht wusste, in welche Richtung sich das Walzwerk entwickelte, ob wir durch einen Verkauf vielleicht sogar unsere Arbeitsplätze verlieren würden. Mit dem Anlass wollten wir ein Zeichen setzen und der Bevölkerung zeigen, was wir hier alles zu bieten haben», erzählt Buchter, die heute zwar in Chile wohnt, aber noch immer mit viel Herzblut die Organisation des Bazars stemmt.

Bei der Übernahme des Areals durch die SFUP im Jahr 2017 wurde befürchtet, dass das historisch gewachsene Areal vielleicht einer Wohnüberbauung weichen müsse. Die Gemeindeversammlungen von Arlesheim und Münchenstein verabschiedeten aber vor dem Verkauf einen Zonenplan, in welchem sie das Walzwerk als Gewerbezone auswiesen. Zwar verliessen einige Mieter das Areal, doch atmosphärisch ist der ursprüngliche Charakter des Walzwerks erhalten geblieben.

Gemeinschaftsgefühl stärken

Die Mischung aus klassischem Weihnachtsmarkt und dem etwas alternativen Ambiente des Areals mit seinen vielen kleinen Betrieben und Ateliers hat sich als äusserst erfolgreich erwiesen: «Der Bazar ist in den letzten Jahren immer ein bisschen grösser geworden, auch einige externe Marktstände sind hinzugekommen», erzählt Buchter.

Im Kern gehe es aber nach wie vor darum, die Vielfalt des Walzwerkareals zu zeigen. Anlässe wie dieser sollen zudem eine Wirkung nach innen haben: «Wir möchten, dass das Gemeinschaftsgefühl auf dem Walzwerkareal erhalten bleibt. Dies ist gerade in der heutigen Zeit, wo viele einfach für sich selbst schauen, wichtig.»

Bazar de Noël im Walzwerk: Sa, 22. November, 14 bis 20 Uhr; So, 23. November, 11 bis 17 Uhr. Weitere Informationen auf www.bazardenoel.ch.

«Der Bazar ist immer ein bisschen grösser geworden, auch einige externe Marktstände sind hinzugekommen.»

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