Zu Tisch bei den Dorneckbergerinnen

Der Bäuerinnen- und Landfrauenverein Dorn­eckberg schenkte sich zum 50. Geburtstag ein eigenes, aussergewöhnliches Kochbuch.

Leitete die Vorstellung des neuen Kochbuchs ein: «Erinnert ihr euch, als wir im Haushalt und in der Schule Schürzen trugen?», fragte Präsidentin Sabine Wyss. Foto: Benildis Bentolila
Leitete die Vorstellung des neuen Kochbuchs ein: «Erinnert ihr euch, als wir im Haushalt und in der Schule Schürzen trugen?», fragte Präsidentin Sabine Wyss. Foto: Benildis Bentolila

«Die Älteren unter euch erinnern sich, dass unsere Grossmütter und Mütter und wir beim Verrichten von Hausarbeiten und in der Schule Schürzen trugen», erzählte Sabine Wyss-Herrli, Präsidentin des Landfrauen- und Bäuerinnenvereins Dorneckberg an der Generalversammlung im Restaurant Rebstock in Nuglar. «Hier seht ihr einige der wertvollen Stücke, reich von Hand bestickt, aus unverwüstlichem Material, die ich in meinen jungen Jahren selbst getragen habe.» Mit dieser Einleitung wies sie hin auf ein wichtiges Thema des Abends, nämlich das soeben erschienene Kochbuch «Zu Tisch bei den Bäuerinnen und Landfrauen des Dorneckbergs». Das Werk schenkte sich der Verein zum 50. Geburtstag.

133 originelle, kunterbunte Seiten

Das Ringbuch im A4-Format hebt sich ab von anderen Büchern. Die Rezepte, von Frauen, Männern und Kindern zusammengetragen, erscheinen in der originalen Fassung. Das bedeutet, die Einsendungen wurden unverändert kopiert und eingefügt. Herausgekommen ist ein fröhliches, originelles, kunterbuntes, heiteres Werk. Da wechseln sich sorgfältig von Hand geschriebene Seiten ab mit gedruckten. Dazu gibt es lustige Zeichnungen und perfekte Fotos. «Liebi Grüessli» schreibt eine Autorin unter ihr Speckbrotrezept.

Viele wünschen in allen möglichen Schriften «En Guete!» oder «Gutes Gelingen!». Alte Rezepte wurden von gelblich gewordenem Papier kopiert. Oft erscheint zum Rezept auch eine kurze Geschichte über die Person, die es übermittelt hat. Man beginnt, durch die 133  Seiten zu blättern, und bleibt immer wieder stehen, um sich in den Anleitungen zu vertiefen.

Über 60 Frauen und zwei Männer, nämlich Gemeindepräsident Daniel Baumann und Bauernpräsident Solothurn Andreas Vögtli, nahmen an der GV teil. Neben anderen wurde Hildegard Waser, während zehn Jahren tatkräftige Aktuarin, mit grossem Dank verabschiedet. An ihre Stelle trat Nadja Walser-Jäggi.

Das Buch kann zum Preis von 27 Franken bezogen werden über Stephanie Nebel, Baumgarten 1, 4145 Gempen, Telefon 061 701 11 75, E-Mail st.nebel@hotmail.com. Sie hat sich zusammen mit Manuela Oezbadereli massgeblich für die Entstehung des Buches eingesetzt.

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