Weihnachtsmarkt ist gerettet

Der Dornacher Weihnachtsmarkt lebt weiter: Nachdem das OK während eines Jahres erfolglos eine Nachfolge gesucht hat, übernimmt nun Ludwig Binkert das Zepter.

Wechsel im OK: Daniel Müller (links) übergibt die Leitung an Ludwig Binkert, der sich nun ins Thema einarbeiten will. Foto: Bea Asper
Wechsel im OK: Daniel Müller (links) übergibt die Leitung an Ludwig Binkert, der sich nun ins Thema einarbeiten will. Foto: Bea Asper

Am Dornacher Weihnachtsmarkt vom vergangenen Wochenende brachten die Besucherinnen und Besucher traditionsgemäss an der wunderschön geschmückten Tanne beim Museumsplatz ihre Wunschzettel an – und ein Wunsch ist nun bereits in Erfüllung gegangen: Der 40-jährige Traditionsanlass bekommt im nächsten Jahr eine Fortsetzung. Ludwig Binkert, Unternehmer aus Dornach, hat sich bereit erklärt, für die nächste Ausgabe des Weihnachtsmarktes zu sorgen. Über ein Jahr lang hatte das OK nach einem neuen Organisationstalent gesucht, jedoch nur Absagen erhalten. Auch eine öffentliche Aufrufaktion war erfolglos geblieben. Dennoch hielten die OK-Mitglieder an ihrem Entscheid fest, nach zehnjährigem Engagement das Zepter abzugeben. Im Vorfeld des Anlasses war nun Wehmut spürbar: Aussteller und Besuchende äusserten die Befürchtung, der Markt, der ein sehr beliebter Familienanlass ist, könnte begraben werden. Am Samstagabend kam dann die offizielle Bekanntmachung, dass Ludwig Binkert den Dornacher Weihnachtsmarkt in die Zukunft führen will. Ob es konzeptionelle Anpassungen geben werde, könne er noch nicht sagen. «Ich werde mich nun in das Thema einarbeiten und im Verlauf des Jahres die entsprechenden Vorbereitungen treffen und natürlich auch darüber informieren», erklärt er.


Ein funkelnder Stern am Himmel

Das OK unter der Leitung von Daniel Müller hatte den einstigen kleinen Markt in den letzten zehn Jahren kontinuierlich zu einem zweitägigen Event ausgebaut mit einem Budget von 16000 Franken. «Möglich war dies nur dank der grosszügigen Unterstützung von regionalen Unternehmungen, bei denen ich mich herzlich bedanke», sagte Daniel Müller in seiner Abschiedsrede auf der Bühne neben dem Wunschbaum. Der Entscheid, die Hoffnungen auf neue, engagierte Kräfte zu setzen, sei ihm nicht leicht gefallen. Doch mit der Zusage von Ludwig Binkert gebe es keinen Grund mehr zu zweifeln. «Der Anlass wird auch in Zukunft ein funkelnder Stern sein am Himmel der Weihnachtsmärkte», meinte Müller. Mit seinen 70 Marktständen, die ein breites Sortiment an Spezialitäten und Handwerkskunst bieten, und dem kulinarischen Angebot in den «Beizli» bot sich den Besuchern Abwechslung und gemütliches Beisammensein vom Samstagmorgen bis in die Nacht hinein und auch noch am Sonntag. Vergoldet wurde der Anlass mit der «Sternenstrasse», wo Kinder und Eltern – wettergeschützt – zusammen Geschenke bastelten, aus heissem Wachs Kerzen zogen und Lebkuchen herstellten. Zur Tradition des Dornacher Weihnachtsmarktes gehörten auch der Auftritt des Samichlaus’ und dass die Mitglieder der Magdalenen-Zunft beim wunderschön verzierten Weihnachtsbaum über 300 Chlausenpäckli verteilten. Für strahlende Gesichter und besinnliche Momente sorgten auch immer wieder die Jugendmusikschule, die Alphornbläser und die Chöre mit ihren Weihnachtsliedern.

Weitere Artikel zu «Dornach und Dorneckberg», die sie interessieren könnten

Nachwuchsschauspielerinnen und -schauspieler: Theater Junges M spielt, erzählt und tanzt die Geschichte von «Orpheus & Eurydike». Foto: Cornelius Hunziker
Dornach und Dorneckberg11.03.2026

«Liebe ist ein Mord, der dich am Leben lässt»

Vergangene Woche ging die Premiere von «Orpheus & Eurydike» im Neuen Theater Dornach über die Bühne. Speziell daran: Die Aufführung endet dort, wo für die…
Frisch in der Politik: Christine Humphries von der Mitte-Partei. Foto: zVg
Dornach und Dorneckberg11.03.2026

Hochwalds neue Gemeinderätin

Christine Humphries (Die Mitte) setzte sich am Wahlsonntag gegen ihren Parteikollegen durch. Sie tritt die Nachfolge von Linda Dagli Orti (Grüne) an. Ihre…
Künftige Verkehrsdrehscheibe? Die Buswendeschlaufe benötigt Platz – der Aussenraum vor dem Jugendhaus würde verkleinert. Foto: Fabia Maieroni
Dornach und Dorneckberg04.03.2026

Ein Abbruch des Jugendhauses ist nicht nötig

Damit die Buswendeschlaufe im Quartier Apfel-see gebaut werden kann, muss das Jugendhaus nicht abgerissen werden. Eine neue Linienführung macht dies möglich. Ob…