Umbau der Gemeindeverwaltung soll im April beginnen

Für den Umbau der ­Gemeindeverwaltung in Dornach wurde die Baubewilligung erteilt. Noch dieses Jahr soll der Umzug erfolgen.

Sorgte schon oft für Diskussionen: Das Dornacher Gemeindehaus. Foto: WOB Archiv / Roland Schmid
Sorgte schon oft für Diskussionen: Das Dornacher Gemeindehaus. Foto: WOB Archiv / Roland Schmid

Nach den öffentlichen Streitigkeiten in den Leserbriefspalten des Wochenblatts stellt Gemeindevizepräsident Daniel Müller als Leiter der Steuergruppe zum Umbau der Gemeindeverwaltung klar: Seit der Gemeindeversammlung im vergangenen August, an der der Baukredit bewilligt wurde, läuft alles nach Plan. Der Architekt und die Fachplaner hätten SIA konform im September mit der Detailplanung begonnen. Am 19. November wurde das Baugesuch eingereicht, Mitte Januar wurde die Baubewilligung erteilt. Der Architekt habe den Baubeschrieb und die Fachplaner hätten den Detailbeschrieb fertiggestellt, erklärt Müller. Nun erfolgt der Versand der Ausschreibungen. Die Räumung des nicht mehr benötigten Mobiliars der Gemeindeverwaltung ist bereits im Gange. Gemäss Plan soll im April mit den Baumeisterarbeiten begonnen werden können.

Fehlt es an Handwerkern?

Der Umzug ist gemäss Daniel Müller für das vierte Quartal des laufenden Jahres geplant. Für die Bauarbeiten sei aktuell die Verfügbarkeit der Handwerker Corona-bedingt die grösste Herausforderung. Für den Umbau seien im Vorfeld viele Abklärungen getroffen und in den Planungen berücksichtigt worden. «Bei ­einem Altbau kann immer etwas Unvorhergesehenes auftauchen. Wir sind aber vorbereitet.» Am aufregendsten sei derzeit die Räumung. «Man hat den Eindruck, der Auszug damals sei fluchtartig erfolgt.»

In den letzten Wochen wurde Daniel Müller mehrfach vorgeworfen, für die Verzögerungen seit vergangenem Jahr verantwortlich zu sein. Als der Kritisierte die Verantwortung auf die Corona-Pandemie und die «grüne Fraktion» im ­Gemeinderat abschob, konterten die Gemeinderäte Daniel Urech und Thomas Gschwind (beide Freie Wähler). Der angegriffene Daniel Müller bezeichnet die Vorwürfe als «haltlos und unbegründet» und spricht von «Wahlkampf- und Ablenkungsmanövern».

Mietobjekt für Sozialregion gesucht

Die jahrelangen Verzögerungen gehen für die Gemeinde Dornach massiv ins Geld. Die Miete für die provisorische Gemeindeverwaltung in der Metalli kostet jeden Monat rund 10000 Franken, wovon aber gut ein Drittel aufs Konto der Sozialregion Dorneck geht. Denn schon heute ist klar, dass die zusammengeführte Sozialregion in der Gemeindeverwaltung auch nach dem Umbau nicht Platz haben wird, erinnert Gemeindepräsident Christian Schlatter (Freie Wähler). Die Sozialregion braucht Raum für rund 25 Arbeitsplätze. An diese bestünden hohe Anforderungen, was Sicherheit und Vertraulichkeit angeht, da in den Abteilungen der Sozialregion auch sensible Gespräche stattfinden. Ein Neubau dafür ist noch nicht gänzlich vom Tisch, Stand heute bevorzugt die Gemeinde für die Sozialregion ein externes Mietobjekt, erklärt Schlatter. Um die notwendigen Bedürfnisse abdecken zu können, brauche es ein «nicht alltägliches» Objekt. Und solche Objekte seien in Dornach «rar».

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