Stabübergabe beim Sängerverband

Bruno Rentsch ist nach Werner Hänggi neuer Präsident des Sängerverbandes Thierstein-Laufental-Dorneck. Der Verband setzt auf Kontinuität wie auch auf Innovation.

Gute Dorf- und Sängerkollegen: Werner Hänggi (l.) und Bruno Rentsch aus Nunningen.  Foto: Thomas Brunnschweiler
Gute Dorf- und Sängerkollegen: Werner Hänggi (l.) und Bruno Rentsch aus Nunningen. Foto: Thomas Brunnschweiler

Thomas Brunnschweiler

Die Geschichte des Volksgesangs, der auf Hans Georg Nägeli (1776–1836) zurückgeht, gestaltete sich in der Region höchst wechselhaft. Nach einem grossen ersten Gesangsfest in Büsserach im Jahr 1847 und wellenartigen Auf- und Abschwüngen wurde 1908 der Sängerverband Thierstein gegründet. Früh schon stiessen Laufentaler Chöre dazu und 1959 wurden diese schliesslich in den Verband aufgenommen. Die Chöre des Dornecks schlossen sich erst 2008 an. Waren es in der Glanzzeit von 1982 18 Chöre mit insgesamt 480 Sängerinnen und Sängern, so sind es heute noch 15 Chöre und rund 280 Ausübende. Fünf Chöre sind gemischt, zehn reine Männerchöre.

Übergangspräsi hielt Verband auf Kurs
Nachdem im November 2012 der designierte Präsident aus gesundheitlichen Gründen das Amt nicht antreten konnte, stellte sich Werner Hänggi aus Nunningen ad interim zur Verfügung. Der frisch pensionierte Handelslehrer, der am KV Basel lehrte, singt seit 36 Jahren im Gemischten Chor Nunningen und war auch dessen Präsident. Am letzten Freitag wurde bei der Delegiertenversammlung im Restaurant Krone in Gempen Bruno Rentsch, ebenfalls aus Nunningen, zum Nachfolger von Hänggi gewählt.

Hänggi umschreibt die Funktion des Verbandes so: «Wenn es ihn nicht gäbe, würde der eine oder andere Chor im Sand verlaufen. Wir besuchen uns gegenseitig, organisieren Treffen und schaffen damit eine Plattform.» Zweimal im Jahr trifft sich der Vorstand, zweimal alle Präsidenten. Einmal im Jahr wird ein Sängertreffen veranstaltet, 2014 fand es in Wahlen statt. 2015 trifft man sich in Hochwald. Finanziert wird der Verband durch einen Sängerbeitrag von bescheidenen 7 Franken im Jahr. Damit werden Administrationskosten, Präsente für Ehrenmitglieder und der Apéro abgegolten.

Generationswechsel als Chance
Sowohl Werner Hänggi wie auch Bruno Rentsch sehen in jüngeren Dirigenten, die frischen Wind in die Chöre bringen, eine Chance. In Nunningen sind die Sängerinnen und Sänger zwischen 40 und 70 Jahre alt; andere Chöre sind stärker überaltert. Der 44-jährige Bruno Rentsch ist Finanzexperte und arbeitet in der Finanzabteilung einer Detailhandelskette. Als Sänger betätigt er sich seit 2007. «Ich kam damals von Bubendorf nach Nunningen und suchte einen passenden Verein»; sagt er.

Da er bereits 2013 als Beisitzer gewählt wurde und Werner Hänggi im gleichen Dorf wohnt, ist ein fliessender Übergang gewährleistet. «Ich singe gerne, weil ich nach der Probe immer entspannt bin.» Rentsch möchte einerseits bewährte Strukturen übernehmen, ist aber auch offen für neue Stücke im Repertoire. «Niemand sollte glauben, er oder sie könne nicht singen. Man muss auch keine Noten kennen, wenn man in einem Chor schnuppert.» Wer Lust verspürt, in einem Chor zu singen, kann sich bei Bruno Rentsch melden (061 791 99 70).

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