Spital Dornach baut aus und saniert

27,3 Millionen Franken investiert das Spital Dornach für eine flexible Zukunft. Effizientere Prozesse und kürzere Wartezeiten sind das Ziel. Die Bettenzahl aber bleibt gleich.

Erläuterten am Montag die Zukunft des Spitals Dornach: Direktorin Barbara Schunk und Martin Häusermann, CEO der Spitäler Solothurn AG. Foto: Tobias Gfeller
Erläuterten am Montag die Zukunft des Spitals Dornach: Direktorin Barbara Schunk und Martin Häusermann, CEO der Spitäler Solothurn AG. Foto: Tobias Gfeller

Tobias Gfeller

Die Infrastruktur im Spital Dornach ist in die Jahre gekommen. Betriebliche Abläufe sind nicht optimal, nur rund die Hälfte der 80 stationären Betten hat eine eigene Nasszelle im Zimmer und die Lüftung in den OP-Sälen ist sanierungsbedürftig. Bauliche Massnahmen sind unerlässlich, wenn man das Spital sicher in die Zukunft führen möchte. Die Verantwortlichen um Spitaldirektorin Barbara Schunk und Martin Häusermann, CEO der Solothurner Spitäler AG (soH), präsentierten am Montag die Pläne für den Weg in die Zukunft.

20 Prozent mehr Nutzungsfläche

27,3 Millionen Franken investiert die Solothurner Spitäler AG. Darin enthalten sind ein dreigeschossiger Ergänzungsbau vor dem heutigen Eingangsbereich und umfassende Sanierungsmassnahmen am bestehenden Gebäude. Die Parkplätze, die durch den Neubau verschwinden, werden anderenorts rund um das Spital ersetzt. Ins Erdgeschoss des Ergänzungsbaus kommen eine neue Notfallstation, das Ambulatorium und ein neuer Empfang, der aktuell nicht mehr zeitgemäss und auch überlastet sei. Ins erste Stockwerk kommt der neue OP-Trakt, im zweiten Stockwerk eine Bettenstation.

Trotz dieser bleibt die Gesamtzahl Betten im Spital Dornach gleich. «Wenn man bisherige Zimmer ohne Nasszellen saniert und neu mit Nasszellen versieht, fällt naturgemäss Platz weg und somit Betten», erklärte Spitaldirektorin Schunk.  Deshalb könne man nicht wirklich von einem Ausbau sprechen. «Die Nutzungsfläche wächst netto nur um rund 20 Prozent», stellte Häusermann klar. «Wir wollen klein und fein bleiben. Aber das noch für lange.» 

Das Spital Dornach und die Spitäler Solothurn AG, zu der auch das Kantonsspital Olten, das Bürgerspital Solothurn und die Psychiatrischen Dienste gehören, hätten sich langfristig verpflichtet, betonte Häusermann. «Wir wollen in Dornach weiterhin eine Grundversorgung und einen 24-h-Notfalldienst während 365 Tagen anbieten. Die Solothurner Bevölkerung nördlich des Juras soll weiterhin optimal versorgt werden können.» 


Denn rund 20 Prozent dieser Solothurner Bevölkerung nördlich des Juras sucht bei gesundheitlichen Problemen das Spital Dornach auf. Insgesamt verzeichnete das Spital im vergangenen Jahr 17 800 Patienten. Rund zwei Drittel davon kamen aus dem Kanton Baselland. Ein Drittel aus dem Kanton Solothurn. Wachstumsraten von über zehn Prozent in den vergangenen Jahren unterstreichen die Bedeutung des Spitals für die Region. Dabei profitierte das Spital Dornach auch von der Krise des Bruderholzspitals. Gleich mehrere renommierte Orthopäden verliessen dieses. Einer von ihnen heuerte in Dornach an.

Wichtigstes Anliegen beim Erweiterungsbau sei eine möglichst grosse Flexibilität bei der künftigen Nutzung. Nur die Gebäudehülle sei fix, alles andere flexibel, beschrieb Häusermann. Alles sei so gestaltet, dass bei der schnelllebigen Spitallandschaft Anpassungen vorgenommen werden können. «Die Änderung der Nutzung der Räume soll einfach und kostenminimal möglich sein.»

Gestaffelter Bauablauf

Das Projekt steht noch in der Ausarbeitung. 2017 soll mit dem Neubau begonnen werden. Zwei Jahre später wird er in Betrieb genommen. Die Sanierungsarbeiten am bestehenden Gebäude beginnen Anfang 2019. «Teile der Infrastruktur daraus müssen wir im Neubau unterbringen können», begründete Spitaldirektorin Barbara Schunk. Sie sei optimistisch, dass die Patienten von der Bauerei nicht allzu viel mitkriegen werden. 2020 soll das ganze Spital Dornach in neuem Glanz erstrahlen.

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