Schränziger, guggenmässiger Fasnachtsauftakt

Fasnächtler sind es gewohnt, der Kälte zu trotzen. Hauptsache trocken. Demnach hat am Schmutzigen Donnerstag in Dornach alles gestimmt.

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Lukas Hausendorf

Das Guggenkonzert, das seit einigen Jahren schon auf dem Nepomukplatz ausgetragen wird, war stimmungsvoll und laut. Neben der Hausmacht der Ruinenarre traten sechs weitere Formationen aus dem Birstal, Schwarzbubenland und Basel auf. Besonders druckvoll kam die Darbietung der Schwarzbuebeschränzer aus Nuglar daher, die mutmasslich die grösste Gugge des Abends waren. Die Ruinenarre blieben dennoch unbestritten die Könige in Dornach. Ihr Konzert krönten sie zum Schluss mit Leuchtfackeln, die den Nepomukplatz in warmes Rot tauchten.

Den rund 400 Zuschauern wurde drei Stunden fast non-stop ein Schränzkonzert vom Feinsten geboten. Wer das nicht am Stück in der Kälte ertragen konnte, hatte wiederum viele Möglichkeiten sich aufzuwärmen. Bei Punsch oder Kafi fertig, einer Warmen Wurst oder einem feinen Schnitzelbrot von den Festbetrieben rund um den Platz oder in der Wärme bei Erbachers Shit Train Bar und der Cristal Bar, die seit ihrem Ende im Oberdornacher Gewölbekeller ein Exil im Tennisclub gefunden hat. Oder aber man machte es wie die Waggis. Die blieben stets in Bewegung und verfolgten die Opfer ihrer Räppli-Attacken schnellen Schrittes.

Am Samstag der Umzug           
Die nächste Freinacht steht übrigens schon vor der Tür. Am Samstag findet in Oberdornach zum zweiten Mal in Folge ein Fasnachtsumzug statt. Heuer noch grösser als bei der letztjährigen Renaissance nach 62 Jahren. Sogar eine Gugge aus dem Wallis nimmt den weiten Weg nach Dornach unter die Zoggeli, wie das Umzugskomitee meldet.

Der Umzug beginnt um 14 Uhr. Erstmals bleibt die Hauptstrasse auch abends gesperrt und Wagencliquen und Imbissstände werden bis spät in die Nacht für ausgelassene Fasnachtsstimmung sorgen. Etwas besinnlicher wird die Herrenfasnacht dann am Sonntag mit dem Fasnachtsfeuer ausgeläutet. Dann reicht es noch für eine Mütze voll Schlaf, bis die eingefleischten Fasnächtler an den Basler Morgenstreich fahren.

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