Schluss mit der Knallerei

In Dornach soll das Abbrennen von Feuerwerk an Silvester und am Nationalfeiertag verboten werden, fordert eine Motion, die im Gemeinderat offene Türen einrennt.

Der Dornacher Gemeinderat empfiehlt der Gemeindeversammlung vom 29. November, die Motion Mumenthaler für erheblich zu erklären. Catherine und Markus Mumenthaler hatten die Motion im April dieses Jahres beim Gemeinderat eingereicht und wollen, dass das Abbrennen von Feuerwerk an Silvester, am 31. Juli und am 1. August in Dornach verboten wird. Sollte die Motion vom Souverän für erheblich erklärt werden, wird der Gemeinderat mit Umsetzungsvorschlägen beauftragt. Dabei müsste die Polizeiverordnung angepasst werden, erklärte die Ressortverantwortliche Janine Eggs an der Gemeinderatssitzung vom Montag. Ihrer Meinung nach spricht bei der Interessensabwägung vieles für ein Verbot. Eine kurze Freude für einige wenige Begeisterte verursache Leid für viele Menschen und Tiere und verschmutze die Umwelt. FDP-Vertreter ­Daniel Müller war ausnahmsweise der gleichen Meinung wie die Kantonsrätin der Grünen. «Als Tierfreund appelliere ich ganz klar dafür, auf die Knallerei zu verzichten.» Heute gebe es andere Möglichkeiten, an einer Feier für Höhepunkte zu sorgen. Dornach setzte zum Beispiel bei der Bundesfeier auf eine Lasershow, rief Müller in Erinnerung. Nach Ansicht von SP-Gemeinderat Kevin Vögtli wäre ein Verbot mit grossen Umtrieben verbunden. «Dann halten sich einige wenige nicht daran, und die Nachbarn rufen die Polizei.» Vögtli und Urs Kilcher (FDP) stimmten gegen die Erheblichkeitserklärung. «Man kann nicht immer alles verbieten», so Kilcher. Gemeindepräsident Daniel Urech (Grüne/FWD) enthielt sich der Stimme. Die Motion erhielt insgesamt vier Ja-Stimmen.

Fussballplätze für 2,8 Millionen

Einstimmig verabschiedete der Gemeinderat die Erneuerung der Fussballplätze für insgesamt 2,8 Millionen Franken. Ressortchef Kevin Vögtli zeigte in seiner Präsentation auf, warum es auf dem Platz Weiden einen Kunstrasen braucht und auf dem Sportplatz Gigersloch einen Naturrasen. Bezüglich der Mikrofaserproblematik gebe es Fragezeichen, meinten Janine Eggs und Ludwig Binkert (FDP). Vögtli wies darauf hin, dass man deswegen auf einen «unverfüllten Kunstrasen» setze, der auch den künftigen verschärften Auflagen gerecht werde. Der SC Dornach habe zugesagt, sich finanziell an den Kosten zu beteiligen (voraussichtlich mit 100000 Franken), und es gebe Unterstützung aus dem Swisslos-Sportfonds. Den definitiven Entscheid über die Investition, die 2024 und 2025 realisiert werden soll, wird die Gemeindeversammlung fällen. Diese muss zudem über einen Nachtragskredit für die Ortsplanrevision befinden. Der bewilligte Kredit von über einer halben Million reicht nicht aus. Mittlerweile liegen die Kosten bei fast einer Million Franken. Die Kostenüberschreitung sei unter anderem dadurch entstanden, weil verschiedene Teilzonenplanverfahren in die Ortsplanrevision integriert worden seien, erklärte Gemeindepräsident Daniel Urech. Insgesamt sei mehr Arbeit ange­fallen als angenommen.

Zur Entlastung der Abfallkasse, die defizitär ist, beschloss der Rat ausserdem das Ende der Bauschuttannahme im Ramstel. Bei der grosszügigen Regelung, Kleinstmengen gratis entsorgen zu können, sei Missbrauch betrieben worden.

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