Räumliches Leitbild: Gempen will weitermachen

Die Gemeinde nahm sich für das Ausformulieren des Räumlichen Leitbildes viel Zeit. Jetzt liegt die Endfassung vor, über welche die Gemeindeversammlung Anfang 2022 befinden soll.

Für Jung und Alt attraktiv bleiben: Mit dem Erhalt der ländlichen Strukturen soll Gempen ein Einfamilienhausdorf bleiben. Foto: Bea Asper
Für Jung und Alt attraktiv bleiben: Mit dem Erhalt der ländlichen Strukturen soll Gempen ein Einfamilienhausdorf bleiben. Foto: Bea Asper

«Man kann der Arbeitsgruppe und dem Gemeinderat Lob aussprechen. In diesem Papier steckt viel Arbeit. Die Bevölkerung hatte umfassend Möglichkeit, Stellung zu beziehen und die Wünsche sind berücksichtigt worden», hiess es aus dem Plenum, das sich letzte Woche zur Infoversammlung eingefunden hatte. Gemeindepräsidentin Eleonora Grimbichler nahm dies erfreut zur Kenntnis und ist gespannt auf die ausserordentliche Gemeindeversammlung Anfang 2022, an der das Räumliche Leitbild verabschiedet werden soll. Auftakt bildete ein gut besuchter Workshop im Oktober 2018. Diese Resultate waren von der Arbeitsgruppe auf Papier gebracht und mit verschiedenen Gruppen besprochen worden. Im März 2021 sei das Räumliche Leitbild der Bevölkerung vorgestellt und das Mitwirkungsverfahren eröffnet worden. 70 Personen machten von der Möglichkeit Gebrauch, schriftlich Stellung zu beziehen. Diese Meinungen seien nun mitberücksichtigt worden, rekapitulierte Grimbichler.

Attraktiver Dorfplatz geplant

Zu den Leitsätzen zählen, dass Gempen ein attraktiver Wohnort bleiben möchte mit einer strukturell guten Durchmischung und unterschiedlichen Ange­boten für Jung und Alt. «Wir setzen uns dafür ein, dass der Schulstandort erhalten bleibt und der Dorfladen weiter­betrieben wird», heisst es. Zudem ist ­geplant, einen attraktiven Dorfplatz zu schaffen.

Gempen ist in den letzten 40 Jahren stark gewachsen, heute wohnen mit 906 Personen beinahe doppelt so viele Menschen in der Gemeinde wie im Jahr 1980. Im Leitbild heisst es zur Siedlungsentwicklung: «Gempen wächst in einem gesunden Tempo. Im Einklang mit der bestehenden Infrastruktur ist in den Bauzonen eine Einwohnerzahl von 1200 tragbar. Mit dem Erhalt der ländlichen Strukturen soll Gempen ein Einfamilienhausdorf bleiben.» Die Gewerbezone im «Dorfauftakt Ost» sei ein Gebiet mit Aufwertungspotenzial, lautet die Einschätzung. Und die Sonnhalde soll sich weiterentwickeln können.

Gempen überzeuge mit seinem wertvollen Ortskern und der ausserordentlichen Lage. «Diese Qualitäten wollen wir in Zukunft stärken», ist im Leitbild verankert. Dazu zähle, «dass die bestehenden Hofstattzonen von einer Überbauung freigehalten werden.» Zum Naherholungs-Tourismus nehmen sich die Gempener vor, dem Schutz der Natur grossen Stellenwert einzuräumen. «Durch das Bereitstellen von attraktiven Rundwanderwegen werden die Besucherinnen und Besucher gezielt an den Schutzgebieten vorbeigelenkt.» Zur Einhaltung der Regeln denkt Gempen über den Einsatz eines Rangers nach und erarbeitet zudem eine Strategie, wie man gegen das wilde Parkieren vorgehen will.

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