«Ohne Massnahmen sind die Plätze nicht mehr zu retten»

Die Fussballfelder in Dornach sind sanierungsbedürftig. Im Moment muss der SC Dornach für den Spielbetrieb auf Kunstrasen in andere Gemeinden ausweichen.

Löchrig und matschig: Die Fussballplätze stellen für Sportlerinnen und Sportler ein Gesundheitsrisiko dar, so der Schweizerische Fussballverband. Foto: Fabia Maieroni
Löchrig und matschig: Die Fussballplätze stellen für Sportlerinnen und Sportler ein Gesundheitsrisiko dar, so der Schweizerische Fussballverband. Foto: Fabia Maieroni

Zwischen dem Sportclub Dornach und dem Platzwart gab es offenbar Spannungen. Die Fussballplätze Weiden und Gigersloch ­haben ihre besten Zeiten hinter sich – Löcher und Unebenheiten gefährden die Gesundheit der Spieler und Schiedsrichter. Dies geht aus einem ­E-Mail-Verkehr zwischen der Geschäftsstelle des Schweizerischen Fussballverbandes mit dem SC Dornach hervor. Sie legte dem SC Dornach deshalb nahe, für bessere Bedingungen auf den Fussballplätzen zu sorgen.

Das Thema beschäftigte am Montag den Dornacher Gemeinderat. «Die Fussballplätze von Dornach sind in einem katastrophalen Zustand», meinte der Ressortverantwortliche Kevin Voegtli, der selbst Mitglied des SC Dornach und Junioren-Trainer ist. Dem Gemeinderat lägen objektive Beurteilungen vor, die belegen, dass Dornachs Fussballfelder den Anforderungen nicht mehr genügen. Daraus geht hervor, dass die Fussballplätze mehrere Jahrzehnte alt sind und bisher noch nie einer Sanierung unterzogen worden waren.

«Ohne Massnahmen sind die Plätze nicht mehr zu retten», zitierte Voegtli aus einer ersten Analyse von beigezogenen Fachleuten. Gemäss dieser Einschätzung müssten die Plätze einer Totalsanierung unterzogen werden. Im Moment sei der Spielbetrieb infrage gestellt, so Voegt­li. Die erste Mannschaft müsse auf Kunstrasen in Reinach, Arlesheim und Frenkendorf ausweichen.

Neue Arbeitsgruppe eingesetzt

Am 28. November hätte im Rahmen ­eines runden Tisches ein Gespräch zwischen Vorstandsmitgliedern des SC Dorn­ach und Vertretern der Gemeinde stattgefunden, erklärt Voegtli. Dabei einigte man sich letztlich darauf, für die Erarbeitung einer Lösung eine Arbeitsgruppe einzusetzen. Als Mitglieder seien vorgeschlagen worden: Die Gemeinderäte Urs Kilcher und Kevin Voegtli, Christoph Hefti von der Sport- und Freizeitkommission, Platzwart Teodore Weber sowie Sebastiano Nigro und Stefan Schindelholz, beide Vorstandsmitglieder des SC Dornach. Kurzfristig ziehe man verschiedene Massnahmen in Betracht, sagte Voegtli: «Der Sportclub Dornach hat sich bereit erklärt, am Wochenende im Unterhalt mitzuarbeiten.» Damit soll die Arbeit für den Platzwart erleichtert und die Bespielbarkeit der Plätze erhalten werden.

«Konkret geht es um das Stopfen der Löcher, welche durch die Spiele entstehen. Allgemein war spürbar, dass in Zukunft eine bessere Zusammenarbeit von allen Seiten anzustreben ist», meinte Voegtli. Mittel- bis langfristig brauche es jedoch bauliche Veränderungen. Dabei gehe es nun in einem ersten Schritt darum, grundsätzliche Fragen zum Untergrund und zu den verschiedenen Möglichkeiten einer neuen Oberfläche zu klären. Zur Diskussion stünden Rasen, Winterrasen und Kunstrasen. Antworten auf die verschiedenen Fragen sollen erarbeitet und erste Ergebnisse dem Gemeinderat in den nächsten Monaten präsentiert werden.

Dieser Vorschlag kam im Gemeinderat gut an – er wurde einstimmig gutgeheissen. Da Voegtli zu den Kosten noch keine Angaben machen konnte, kam es zu keiner Diskussion. Man war sich auch einig darüber, dass die Sport- und Freizeitkommission in den Prozess miteinbezogen werden soll.

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