Milchkuh zu Ende gemolken

Die Endphase der Deponie, die besser funktionierende Biogas-Anlage und der anstehende Wechsel in der Geschäftsleitung: Über diese wichtigen Geschäfte informierte die Kelsag anlässlich der letzten Generalversammlung.

Stabwechsel: Stefan Schwyzer (r.), Geschäftsführer und Betriebsleiter der KELSAG, wird nach einer zweijährigen Übergangsphase seine Aufgaben an Guido Blanchard übergeben.   Foto: Gaby Walther
Stabwechsel: Stefan Schwyzer (r.), Geschäftsführer und Betriebsleiter der KELSAG, wird nach einer zweijährigen Übergangsphase seine Aufgaben an Guido Blanchard übergeben. Foto: Gaby Walther

In den beiden nächsten Jahren wird sich das Augenmerk auf den Deponieabschluss richten», erklärte Germann Wiggli, Präsident der Kelsag (Kehrichtbeseitigung Laufental-Schwarzbubenland AG), an der 39. Generalversammlung vom letzten Donnerstag im Restaurant Traube in Büsserach. Die Kelsag, welche ihren Dienst der Abfallsammlung für 33 Gemeinden aus den Kantonen Baselland, Solothurn und Jura leistet, schloss mit einem Betriebsertrag von 7,83 Mio. Franken – nach Abschreibungen von 700000 Franken und Rückstellungen für die Deponie-Nachsorge von 285000 Franken – und einem Gewinn von 54000 Franken ab. «Die Deponie war die Milchkuh der letzten 30 Jahre, nun wird diese Einnahmequelle zu Ende gehen», meinte der Geschäftsführer und Betriebsleiter Stefan Schwyzer.

Bis 2016 können noch Schlacken von der Kehrichtverwertungsanlage (KVA) in Basel angenommen werden. Danach wird auch die Rückliefermöglichkeit für den Kehricht per Bahn nach Basel wegfallen. Somit entfallen der Sammel- und Transportdienst der Kelsag. Der Kehricht muss dann per Lastwagen direkt nach Basel transportiert werden. Bereits läuft die Planung der Rekultivierung der Deponie. Verfolgt wird die Idee einer Photovoltaik-Anlage auf der Deponie-Oberfläche in Liesberg.


Verbesserungen in der Biogas-Anlage

Nachdem die Biogas-Anlage über drei Jahre schlecht funktionierte und negative Ergebnisse auswies, läuft die Anlage seit April 2014 dank der Behebung der technischen Probleme durch die für die Anlage verantwortliche Firma Eisenmann deutlich besser. Um einen kostendeckenden Betrieb zu erreichen, fehlt es noch an 3000 Jahrestonnen Biomasse. Vor allem in den Wintermonaten braucht es Alternativprodukte, da es an Grüngut fehlt.

Die übrigen Betriebsprozesse (Dienstleistungszenter DLZ, Sackgebühr SGB und Kompostierung KOMP) sind im normalen Rahmen abgelaufen, erläuterte Schwyzer in seinem Jahresbericht. Die hohen Kundenzahlen verdeutlichen die Wichtigkeit des Entsorgungs-Zentrums. «Mister Kelsag», wie Schwyzer liebevoll genannt wird, reduziert ab 2016 sein Arbeitspensum und wird seine Funktion als Geschäftsführer und Betriebsleiter abgeben. Während 33 Jahren engagierte er sich für die Kelsag. Diese Aufgaben übernimmt ab 2016 Guido Blanchard. Der 49-Jährige Gemeinderat aus Seewen hat sich in einem KMU-Studium zum Betriebsführer ausbilden lassen.

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