Käch-Areal ermöglicht mehr Spielraum bei der SuSI-Planung

Der Gemeinderat von Dornach will das Käch-Areal kaufen. Das letzte Wort dazu hat der Souverän.

Kostet 2,3 Millionen Franken: das Käch-Areal, bestehend aus drei Gebäuden und einer Tankstelle.  Foto: Fabia Maieroni
Kostet 2,3 Millionen Franken: das Käch-Areal, bestehend aus drei Gebäuden und einer Tankstelle. Foto: Fabia Maieroni

Der Gemeinderat hat nach längeren Verhandlungen den Kauf des Käch-Areals beschlossen. Gemeindepräsident Christian Schlatter hat das entsprechende Vertragswerk dieser Tage unterschrieben. Unter dem Vorbehalt, dass der Souverän zustimmt, wird die Gemeinde Dornach Eigentümerin des Areals der Familienunternehmung Käch, die früher den Sanitätsdienst und heute das Bestattungsinstitut führt. Die Parzelle umfasst 2003 Quadratmeter und ist zum grössten Teil bebaut. Insgesamt bilden drei Gebäude, davon das ehemalige Wohnhaus und heutige Bürogebäude und zwei Garagen, einen Gebäudekomplex. Der Preis liegt insgesamt bei 2,6 Millionen Franken, 300000 Franken fliessen jedoch zurück an die Gemeinde, weil die Verkäuferin das Gebäude in den nächsten fünf Jahren für ihre Firmenzwecke nutzen darf.


Areal wird für Susi-Projekt benötigt
Christian Schlatter erklärt auf Anfrage: «Der Kaufvertrag enthält neben dem Kaufpreis von 2,3 Mio. Franken verschiedene Klärungen für die anstehende Miete und Regelungen für Eventualitätsfälle (zum Beispiel Altlasten). Zu den Konditionen gehört die Vermietung der Liegenschaft an die Verkäuferin für den Weiterbetrieb des Bestattungsunternehmens und des Taxibetriebs sowie der Tankstelle.» Mit dem Kaufvertrag sei denn auch gleich die Zwischennutzung geregelt. «Jene Teile, bei denen keine Nutzungskonflikte entstehen, werden wir mit befristeten Mietverträgen weitervermieten.»

Die Parzelle sei Bestandteil der Überlegungen zur Erneuerung der Schul- und Sportinfrastruktur SuSI. «Wir beabsichtigen die Erneuerung des Sek-Standorts als nächste Etappe des Gesamtprojekts. Dabei schafft uns die Fläche enorme Flexibilität für die bevorstehenden Planungen. Und: Die höchst zentrale Lage hilft der Schule, stärker ins Bewusstsein der Bevölkerung zu gelangen, quasi die ‹Eintrittspforte› zum Areal zu bilden.» Auf die Frage, warum der Kauf zum jetzigen Zeitpunkt erfolge, antwortete Schlatter: «Die Verhandlungen liefen nicht sehr geradlinig, haben einige Umwege genommen. Wir haben auch recht lange mit der Verkäuferin über die Details verhandelt. Die Verkäuferin war nicht unter Zeitdruck, was natürlich die Verhandlungen auch nicht gerade beschleunigt hat.» Der Zeitpunkt sei aber nach wie vor günstig, «da die Planungen am Standort Brühl viele Ressourcen gefordert haben und nun bald in die nächste Runde gehen können. Damit können wir uns dann auf den anderen Teil der Infrastrukturerneuerung konzentrieren.»

Eigentlich plante der Gemeinderat, den Kaufvertrag im November oder Dezember der Gemeindeversammlung vorzulegen. Wegen Corona hat der Gemeinderat an seiner Sitzung vom Montag die Versammlungen abgesagt und die Abstimmung an die Urne delegiert.

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