Grösstes Strassensanierungsprojekt seit Jahren kommt auf Dornach zu

Zwischen der Kantonsgrenze bis zur Weidenstrasse soll die Apfelseestrasse umfassend saniert werden. Schon ohne Verkehrsführungsoptionen wird dies fast 2,8 Millionen Franken kosten.

Apfelseestrasse Richtung Dornach: Soll saniert, für Velofahrer optimiert und in die 30er-Zone integriert werden. Foto: Edmondo Savoldelli
Apfelseestrasse Richtung Dornach: Soll saniert, für Velofahrer optimiert und in die 30er-Zone integriert werden. Foto: Edmondo Savoldelli

Lukas Hausendorf

Ein «grosser Instandstellungsbedarf» wurde bei der Apfelseestrasse festgestellt, wie aus den Unterlagen des Gemeinderats hervorgeht. Die Sanierung der Sammelstrasse zwischen der Kantonsgrenze zu Duggingen bis zum Knoten Werbhollen-, Weidenstrasse wird denn auch nicht nur baulich ein grösseres Unterfangen. Auch teuer wird es. Die Kosten veranschlagt das Ingenieurbüro Glaser, Saxer, Keller auf 2,79 Millionen Franken. Damit wird dies das grösste Strassensanierungsprojekt in Dornach seit Jahren. Am 9. Dezember soll das Geschäft vor die Gemeindeversammlung und voraussichtlich am 12. Februar wird an der Urne darüber abgestimmt. Mit der Sanierung soll die Apfelseestrasse zugleich auch in die bestehende Tempo-30-Zone aufgenommen werden.

Die Verkehrskommission unterstützt dies, wie der Ingenieur des Planungsbüros Stefan Glutz am Montag vor dem Gemeinderat erklärte. Dies ginge zulasten des Fahrkomforts für den Veloverkehr, der dann um Inseln manövrieren müsste, die zur Fahrbahnverengung punktuell angelegt werden. Das sei mühsam, zumal es eine intensiv genutzte Veloroute sei, monierte Daniel Urech (Freie Wähler). Der Gemeinderat deponierte denn auch beim Planungsbüro das Anliegen, die Velotauglichkeit im Projekt zu optimieren.

Bushaltestellen bleiben am Ort
Der Gemeinderat entschied am Montag auch noch nicht über das eigentliche Projekt, sondern gab in Variantenentscheiden erst die grobe Stossrichtung vor. So entschied er sich dafür, die Bushaltestellen beim Restaurant Apfelsee an ihrem heutigen Standort zu belassen. Die Planer schlugen unter anderem vor, den Busstopp für beide Fahrtrichtungen in der Werbhollenstrasse zu konzentrieren. «Wir wissen ja nicht, wie die Situation sich dereinst mit dem S-Bahn-Anschluss präsentieren wird», wendete Roland Stadler (FDP) ein. Ebenfalls am heutigen Standort soll die Sammelstelle belassen werden. Dort sei ja auch das Einzugsgebiet, merkte Alain Amhof (FDP) an. Mehrere Planungsvarianten sahen allerdings vor, diese nach Süden zu verlegen. Die Tempo-30-Zone soll nach Wunsch des Gemeinderats ab Eingang des Siedlungsgebiets auf der Apfelseestrasse bis unmittelbar in die Weidenstrasse verlaufen, sodass der Knoten integriert wäre. Bis wann die Planer das entscheidungsfertige Projekt, das die Wünsche des Gemeinderats berücksichtigt, diesem präsentieren können, wurde am Montag nicht klar. Die Gemeinde will noch bis Ende Oktober eine Informationsveranstaltung für die betroffenen Anwohner durchführen.

Neue Veloständer
Auf der Ostseite des Bahnhofs werden die Veloständer erneuert und verlängert. Dafür sprach der Gemeinderat am Montag 112 000 Franken. Damit kommt das Projekt günstiger als in der Investitionsrechnung veranschlagt (150 000 Franken) zu stehen. Es werden die gleichen Veloständer wie an der Klostermauer installiert. Anstatt heute 40 Velos werden nachher deren 67 ordentlich parkiert werden können. Dies kommt nicht zuletzt auch dem Theater zugute. Die Verbesserung der Fahrradinfrastruktur ist das letzte Puzzleteil bei der Aufwertung des Areals rund um den Theaterneubau.

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