Forum Schwarzbubenland: Mit geballter Kraft voraus

Nach Schwarzbubenland Tourismus hat vor einer Woche auch das Forum Regio Plus ja zur Fusion der beiden Vereine gesagt. An der Spitze des fusionierten Vereins «Forum Schwarzbubenland» steht neu Gelgia Herzog.

Hochzeit zu dritt: Fabio Jeger, vormals Präsident von Schwarzbubenland Tourismus, übernimmt im neuen Forum Schwarzbubenland die Leitung Fachgruppe Tourismus, Hans Büttiker übergibt das Präsidium an Gelgia Herzog (v. l.).  Foto: Martin Staub
Hochzeit zu dritt: Fabio Jeger, vormals Präsident von Schwarzbubenland Tourismus, übernimmt im neuen Forum Schwarzbubenland die Leitung Fachgruppe Tourismus, Hans Büttiker übergibt das Präsidium an Gelgia Herzog (v. l.). Foto: Martin Staub

Roland Bürki

Die Kapelle im Zentrum Passwang war an diesem denkwürdigen Mittwochabend mit gegen 70 Personen bis auf den letzten, eiligst herbeigeschafften Stuhl besetzt. Schliesslich hatte das Forum Regio Plus zur voraussichtlich letzten Generalversammlung geladen, bei der es hauptsächlich um die Gretchenfrage zur Fusion mit Schwarzbubenland Tourismus ging. Dieser Verein unter dem Präsidium von Fabio Jeger hatte bereits am 23. April der Auflösung des Vereins und dem Übergang der Aktiven und Passiven an das unter neuem Namen operierende Forum Regio Plus zugestimmt. Dies unter der Zusicherung, dass ihrem bisherigen Präsidenten und den Vorstandsmitgliedern weiterhin Sitze im Vorstand und in der künftigen Arbeitsgruppe Tourismus zustünden.

Solche und weitere Regelungen aus dem Fusionsvertrag erläuterte der Dornacher Daniel Urech, Jurist, Forumsmitglied und Kantonsrat, den Mitgliedern des Forum Regio Plus und veranschaulichte sein Fazit in einem eingängigen Bild: «Es ist eine attraktive (Tourismus-)Braut mit stattlicher Aussteuer.» Da konnte und wollte niemand dem Fusionsvertrag und den zwingend neuen Statuten widerstehen. So blieb dem als neues Ehrenmitglied scheidenden Präsidenten des Forum Regio Plus, Hans Büttiker, nur die stille Genugtuung über ein völlig ungetrübtes Fusions-Happy End.

Ein Quantensprung bis zum Zillertaler Hochzeitsmarsch
Damit und mit den ebenfalls einstimmigen Wahlen von Vorstand, Beirat und Arbeitsgruppen war der Weg frei zum fusionierten Verein «Forum Schwarzbubenland». «Es ist ein Quantensprung. Mit der Geschäfts- und Infostelle im neuen Theatergebäude beim Bahnhof Dornach sind wir nahe am Kunden auf der Pole-Position», strahlte Fabio Jeger. Zudem gehörten touristische Doppelspurigkeiten jetzt der Vergangenheit an. Dass die bisherige Kernkompetenz des Forum Regio Plus, die Wirtschaftsförderung, weiterhin eine zentrale Aufgabe sein wird, zeigte Wirtschaftsförderer Thomas Kübler mit seinem gedanklichen Kreislauf zur Ansiedelung neuer Firmen auf.

Das Auditorium spürte, dass der Verein den von Gemeindepräsident Dieter Künzli in seiner Begrüssung genannten Schwachpunkten des Schwarzbubenlands begegnen will. Er hatte in einer prägnanten Analyse das Fehlen eines «Wir-Gefühls», eines Autobahnanschlusses und einer Strategie statt Ideologie sowie den zu geringen Einfluss im Kanton festgestellt.

In die Zukunft blickend versprach die neue Präsidentin Gelgia Herzog nach ihrer stark applaudierten Wahl: «Ich habe noch einiges vor mit Euch!» Und da kam bereits etwas in dieser Richtung, nämlich dieses furiose Finale mit Zillertaler Hochzeitsmarsch, einer Hochzeitstorte und einer wundersamen elfteiligen Glücks-Laudatio von Willi Menth auf den abtretenden Präsidenten Hans Büttiker als «bekennenden Schwarzbuben» und «Inkarnation des Forums Regio Plus». Den ultimativen Schlusspunkt hinter diesen emotionalen Schwarzbubenabend setzte die Band MooR mit ihrem exakt passenden Dialektsong «I bi ne Schwarzbueb».

Forum Schwarzbubenland auf einen Blick:
Schlanker Vorstand: Gelgia Herzog (Präsidentin), Fabio Jeger (Leiter AG Tourismus), Susanne Koch (Rechnungswesen), Ruedi Kohler (Leiter AG Wirtschaft), Peter Hollenstein (Leiter AG Öffentlichkeitsarbeit), François Sandoz und Christian Schlatter (Regionale Zusammenarbeit).
Drei Fach-Arbeitsgruppen für Tourismus, Wirtschaft und Öffentlichkeitsarbeit, mit total 14 Mitgliedern. Ein Beirat mit weiteren 11 ausgewiesenen Mitgliedern.

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