«Fascht e Familie»

Der 5. Hobler T(h)onsalat mit acht Grundformationen animierte das zahlreich erschienene Publikum zu Begeisterungs- stürmen. Eine grosse «Stubete» mit hoher Vielfalt und Qualität. Wo gibt es das sonst?

Bass, Schwyzerörgeli und Klarinette: Die Hobländler heizen dem Publikum mit lüpfigen Klängen ein. Foto: Thomas Brunnschweiler
Bass, Schwyzerörgeli und Klarinette: Die Hobländler heizen dem Publikum mit lüpfigen Klängen ein. Foto: Thomas Brunnschweiler

Der Hobler T(h)onsalat ist einzigartig. Den Erfolg verdankt er seinem Konzept. Im Hobelträff sitzen die Zuhörerinnen und Zuhörer in der Mitte, die Musikensembles verteilen sich um sie herum. Einzig der Chor Gempen-Hochwald mit der Chorleiterin Ilze Grudule benutzt jeweils die Bühne. In der Pause wird nach der ersten Portion Tonsalat der Thonsalat serviert; das Kuchenbuffet wird gestürmt und man steht an Bartischchen zum Schwatz zusammen. Man kennt sich. Eben: «Fascht e Familie». Das Einzige, was auffällt, ist die weitgehende Abwesenheit der Jugend. «Die geht halt grundsätzlich nicht dorthin, wo die Elterngeneration sich trifft», sagte ein Gast.

Von Klassik bis Rock

Geri Michel führte als Conférencier souverän durchs Programm, das insgesamt 27 Darbietungen und die Zugabe enthielt, wobei nach jeder Darbietung eine andere Musikgruppe oder ein anderer Solist an der Reihe war. Bereits nach dem ersten Song «Musig mache isch so toll» stieg die Stimmung merklich an.

Das Ensemble Iluvia plus mit der Kernformation Simone und Christoph Wüthrich (Gitarren, Gesang) überzeugte mit «Stand by me», «When the night falls», der Eigenkomposition «A rock in the sea», dem eher untypischen Queen-Song «39» von Bryan May und dem atmosphärischen Highlight «Parle-moi» der Chanson-Sängerin Isabelle Boulay. Wie schon früher vermochte Simone Wüthrich mit ihrer kraftvollen Bluesstimme zu begeistern. Dominik Gürtler, Gitarrist mit Solodiplom, riss das Publikum mit «Tango und Kunstleder», «Quaquaraquaqua» und «Asturias» des berühmten Isaac Albeniz zu Begeisterungsstürmen hin. Das Duo Feinlaut brillierte mit Eigenkompositionen von Philipp Kailer. Manuela Holzers fantastische samten-lyrische Stimme wusste erneut ganz besonders zu gefallen.

Der Volksmusikton wurde von den gut gelaunten Hobländlern beigesteuert. Mit Bass, Schwyzerörgeli und zwei Klarinetten spielten sie den «Güggelwalzer», die «Alphornpolka», «An verdrähte Choga» und «Malojawind». Gast Ruedi Birchler präsentierte sich auf seinem virtuos gespielten Alphorn als Solist und Mitspieler. Der Chor Gempen-Hochwald lief besonders beim «Kriminaltango» mit Tutti-Begleitung zu Hochform auf. Die High-wood Stars rockten laut «See you tonight» von Kiss, «Heroes» von David Bowie und «One step beyond» von Madness. The Pipe Man Roland Brosi gab auf dem Dudelsack «Sailing» und begleitet von Mirjam Brodbeck, Markus Meyer und Gina Palladino «Caledonia» und «Amazing Grace» zum Besten. Mr Clarinet & Friends stürzten sich mit Verve in den alten Hit «Ice cream». Den Abschluss machte «Thank you for the music» und die Reprise des Anfangssongs.

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