Ein reich befrachteter Nationalfeiertag im Gigersloch

Die Bundesfeier in Dornach bot für alle etwas: Kulinarisches, Sportliches, Traditionelles und Modernes. Der Anlass war gut besucht. Eine Jungbürgerin und sieben Jungbürger wurden aufgenommen.

Passend zur Schweizer Fahne: Die Festrednerin, Regierungsrätin Susanne Schaffner-Hess, ganz in Rot.  Fotos: Thomas Brunnschweiler
Passend zur Schweizer Fahne: Die Festrednerin, Regierungsrätin Susanne Schaffner-Hess, ganz in Rot. Fotos: Thomas Brunnschweiler

Thomas Brunnschweiler

Schon am Mittag wurde der Festwirtschaftsbetrieb auf der Sportanlage Gigersloch aufgenommen, wo ein grosses Festzelt stand. Bis 17 Uhr konnte man sich bei Beachvolleyball oder Pétanque vergnügen. Nach dem Geläute der Kirchenglocken eröffnete Gemeindepräsident Christian Schlatter den offiziellen Teil, der mit einem Vortrag der Schwarzbuebe-Jodler startete. In seiner Eröffnungsrede wies Schlatter auf den «Wohlstand in der trinationalen Region» und auf die Rolle des Kantons Solothurn hin, der «sehr viel Wert auf möglichst einfache und unkomplizierte Lösungen» lege.

Trotz der hohen Lebensqualität gäbe es auch Entwicklungen, die Angst machten: Klimaerwärmung, Abnahme von Freiwilligenarbeit, Unsicherheit am Arbeitsplatz, steigendes Desinteresse an der Politik. Angesichts dieser Entwicklungen sei ein beherzter Gestaltungswille nötig, gerade beim räumlichen Teilleitbild Widen. Christian Schlatter zeigte sich erfreut, dass die neue Regierungsrätin Susanne Schaffner-Hess ihren ersten Arbeitstag nutze, sich in einer Rede an die Dornacherinnen und Dornacher zu wenden.

Ein Herz auch für Andersdenkende

Die Sozialministerin widmete ihre Rede dem Begriff der Heimat und zitierte Albin Fringeli, den Dichter des Schwarzbubenlandes: «I lueg uffs Gsüün (Gesicht) un nit uffs Chleid, wott gseh, was ein im Härzhuus treit.» Solange man sich ärgere über das, was um einen herum passiere, solange funktioniere unsere Demokratie noch, so Susanne Schaffner. Sie wolle die Anliegen der Menschen mit nach Solothurn nehmen. «Es ist mir wichtig», sagte sie, «dass es auf Gemeindeebene funktioniert, auch wenn die Gegensätze manchmal gross sind und es Auseinandersetzungen gibt.» Schaffner-Hess ging auf die gemeinsamen Werte Demokratie, Rechtsstaatlichkeit und Solidarität ein und milderte die pessimistischen Töne des Gemeindepräsidenten ab, indem sie darauf hinwies, dass 40 Prozent der Wohnbevölkerung über 15 Jahre mindestens eine unbezahlte Freiwilligenarbeit leiste. Sie nannte auch die örtlichen Vereine und liess die kulturelle Ausstrahlung Dornachs mit dem Kulturhaus neuestheater.ch und dem Goetheanum nicht unerwähnt. Heimat sei für alle etwas anderes. «Wichtig erscheint mir nur, dass auch Minderheiten und Anders- und Quer-Denkende hier in der Schweiz eine Heimat haben können.»

Nach der Aufnahme der Jungbürgerschaft in ihre Rechte und Pflichten, spielte die Concordia den Schweizerpsalm. Die Anwesenden stimmten kräftig ein. Nach Blaskonzert und Regenschauer ging es weiter mit der Sängerin und Songwriterin Sina Anastasia sowie stimmungsvollen Himmelslaternen.

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