Ein mobiler Begegnungsort für Gempen
Der Erlös des Gempen-festes 2025 sorgt dafür, dass das Dorf einen Treffpunkt erhält, der mobil und flexibel ist.

Seit dem Gempenfest 2025 sind zwölf Monate vergangen. Der legendäre Anlass hat die Erwartungen erfüllt: Das Fest der Region hat dem Dorf einen Gewinn von 75 000 Franken eingebracht. Jetzt konkretisiert sich das Zukunftsprojekt, in welches das Geld investiert werden soll. «Wo sich Menschen treffen, entstehen Gespräche, Gemeinschaft und das Vereinsleben wird beflügelt. Der Erlös des Gempenfestes 2025 soll nachhaltig in das Dorfleben und die Region zurückfliessen», meint Michael Grimbichler, Co-Präsident des OK. 20000 Franken seien als Rückstellung für die nächste Auflage des Gempenfestes reserviert, erklärte er an der Infoversammlung vom Montag.
Für die Verwendung der verbleibenden Mittel hatte man sich bereits vor dem Fest Gedanken gemacht. «Es gab viele Ideen, Wünsche und Anregungen. Daraus ging hervor: Gempen fehlt ein Treffpunkt im Dorf. Doch bei der Frage nach dem geeigneten Standort gingen die Meinungen auseinander. Eine feste Lösung schien schwierig. Aus dieser Ausgangslage entstand die Idee eines mobilen Gempentreffs», resümierte Co-Präsident Roman Baumann. Man wolle eine Lücke im Dorfleben schliessen und gleichzeitig den Vereinen und der Bevölkerung eine neue Möglichkeit für Begegnungen und Anlässe bieten. Der Dorfladen mit seinem Café soll nicht konkurriert werden. Im Gegenteil: Die Lebensmittel für den mobilen Gempentreff sollen vom Dorfladen bezogen werden, sagte Baumann.
Ein Foodtruck fürs Dorf
Das Organisationskomitee habe eine Arbeitsgruppe mit der Umsetzung beauftragt, vorgesehen sei die Anschaffung einer fahrbaren Buvette, die auf die Bedürfnisse von Gempen zugeschnitten sei, führte Baumann aus. Die Anschaffung soll demnächst erfolgen, die Ausstattung soll optimiert und das Occasionsfahrzeug durch die MFK-Prüfung gebracht werden. Eigentümer sei der Verein Gempenfest. «Wir werden ein Nutzungsreglement ausarbeiten», kündigte Baumann an und machte darauf aufmerksam, bei der Übergabe des Fahrzeugs werde jeweils ein Protokoll erstellt werden. «Im Grundsatz haben wir entschieden, es soll ein Foodtruck in Form eines Selbstfahrers sein. Denn wäre es bloss ein Anhänger, entsteht die Abhängigkeit zu einem Zugfahrzeug. Dies möchten wir vermeiden», sagte Baumann bei den Detailfragen.
Aus dem Plenum wollte man wissen, wie die WC-Frage gelöst werde und wie es bezüglich Wasser und Strom aussehe. Eine Toilette sei wohl nicht eingebaut, für das Wasser sei ein Tank vorgesehen. Bei der Ausstattung lege man vor allem auf die Küchengeräte grossen Wert (Grill und Tiefkühlschränke). Die WC-Frage müsse jeweils im Anlassbewilligungsverfahren geklärt werden. Für die Stromversorgung sei eine gute Batterielösung denkbar, meinte Grimbichler.
Aktiver Beitrag zur Geselligkeit auf dem Dorneckberg
Läuft alles nach Plan, soll der mobile Gempentreff ab Frühjahr 2027 einsatzbereit sein, und wie könnte es anders sein? Eröffnet wird er mit einem grossen Fest – ausgerichtet vom OK Gempenfest. Das erklärte Ziel ist, dass der Foodtruck selten in der Garage steht – wo genau, sei noch in Abklärung. Der mobile Treffpunkt soll nicht nur innerhalb der Gemeinde zum Einsatz kommen, er könnte auch einen aktiven Beitrag zur Geselligkeit auf dem Dorneckberg leisten. Die OK-Mitglieder denken dabei an Einsätze im Bereich Bildung und Jugendarbeit, bei Vereinsanlässen oder bei traditionellen Veranstaltungen. Für öffentliche Anlässe in Gempen, die der Dorfbevölkerung zugutekommen, sollen keine Gebühren erhoben werden, doch soll das Mobil auch vermietet werden. Mit diesen Einnahmen könnten die laufenden Unterhalts- und Versicherungskosten gedeckt und später zusätzliche Ausstattungen finanziert werden. An möglichen Einsatzorten fehle es nicht, gab OK-Mitglied Sonja Gübelin zu verstehen und zeigte auf der Leinwand die mit Hilfe von KI angefertigten Bilder von lebendigen Anlässen.
«Es gab viele Ideen, Wünsche und Anregungen. Daraus ging hervor: Gempen fehlt ein Treffpunkt im Dorf.»


