Dornacher Gemeinderat: «Viele Dinge warten auf eine Lösung»

Am Montag traf sich der neue Gemeinderat zu seiner ersten Sitzung und bewilligte Planungsaufträge für die S-Bahn- Haltestelle Apfelsee in der Höhe von 208000 Franken.

«Der Beginn einer Legislatur ist ein besonderer Moment», begrüsste Gemeindepräsident Daniel Urech am Montag den neu zusammengesetzten Gemeinderat. Vieles wird anders werden. Dornach hat neu das Ressortsystem, einen neuen Gemeindepräsidenten (in Teilzeit), vier neue Ratsmitglieder und befindet sich mitten im Prozess, in der Verwaltung Schlüsselstellen zu besetzen. Und dies alles in einem herausfordernden Umfeld. «Die ­finanzielle Lage ist nicht mehr so komfortabel, wie sie in den vergangenen acht Jahren schien. Es gibt verschiedene rechtlich verzwickte Baustellen, auf denen wir Ordnung schaffen sollten und mit nachvollziehbarer Kommunikation das Vertrauen, das teilweise verloren ging, wieder gewinnen sollten» sagte Urech und verwies darauf, dass vom volumenmässig grössten Investitionsprojekt die erste Etappe der neuen Schul- und Sportinfrastruktur, die im Januar an der Urne gescheitert war, neu aufgegleist werden muss. «Mit der Frage der Schulinfrastruktur hängt auch die noch nicht zu Ende diskutierte Frage der Sekundarschule Dornach zusammen, zu der wir eine Lösung finden müssen.»

«Demokratie macht glücklich»

Als weitere Aufgaben, die den Gemeinderat erwarten, nannte Urech die Ortsplanungsrevision, verschiedene etwas ins Stocken geratene Rechtsetzungsprojekte (Grüngutgebühr, Parkreglement, Revision der DGO), aber auch die Weiterentwicklung der Gemeinde im Verkehrsbereich mit den Stichworten Langsamverkehr, Ortskerne aufwerten und A-18-Anschluss. «Viele Dinge warten auf eine Lösung. Wenn wir in den kommenden vier Jahren einen guten Teil der genannten Herausforderungen gut meistern können, dann haben wir eine sehr grosse Leistung vollbracht», meinte Urech, zeigte sich aber auch sehr zuversichtlich.

Ein Gemeinderat in der Schweiz könne sich glücklich schätzen. Der neue Gemeindepräsident zitierte den Glücksforscher und Ökonom Bruno S. Frey: «Demokratie macht glücklich. Es ist ein Privileg und eine Freude, demokratisch mitgestalten zu können.»

Abstimmung einzelner Projekte

Der Gemeinderat machte sich auch bereits an die erste grosse Aufgabe. Die einzelnen Projekte im Bereich der geplanten S-Bahnhaltestelle Apfelsee mit den unterschiedlichen Anspruchsgruppen (SBB, Kantone, Gemeinde und Hiag) sollen aufeinander abgestimmt werden. Bei der neuen Haltestelle geht es um Perrons rechts und links der Gleise, die Rampen und Treppen in die Unterführung und in die Quartiere Widen und Apfelsee. Ergänzt wird dies unter der Leitung der Gemeinde mit dem Projekt einer Langsamverkehrsunterführung – und es braucht die Abstimmung auf die geplante Velovorzugsroute (unter der Leitung des Kantons Basel-Landschaft). Im Zentrum steht aber auch die Ausgestaltung des Knotenpunktes für die Industriestrasse unter Einbezug der Überlegungen für einen A-18-Anschluss.

Des Weiteren müssen mit der Hiag die angrenzenden Flächen des Areals Wydeneck auf den Raum um die neue S-Bahnhaltestelle abgestimmt werden. Es braucht Platz für Bushaltestellen und Veloparking. Auch Apfelseestrasse, Werbhollenstrasse und Jugendkulturhaus-Areal werden Anpassungen erfahren. Der Gemeinderat stimmte dem Kredit für die Planungsaufträge in der Höhe von 208 000 Franken einstimmig zu.

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