Dornach erhält Gestaltungsbeirat

Mit der Zonenplan­revision kommt es zu einem Systemwechsel.

Die Dornacher Behörden sehen im neuen Zonenreglement den Einsatz eines Gestaltungsbeirates vor. Das fünfköpfige Gremium wird bei gewissen Vorhaben zur Qualitätssicherung beigezogen. Der Gestaltungsbeirat beurteilt Planungs- und Bauvorhaben «auf ihre städtebaulichen, architektonischen und freiräumlichen Qualitäten, auf ihre Leistungen bezüglich Nachhaltigkeit sowie auf die Verträglichkeit mit den Anforderungen und Rahmenbedingungen aus der Nutzungs- und Gestaltungsplanung sowie auf die Konsistenz mit Masterplan und Vertiefungsstudien», heisst es in der Zonenplanrevision, die vergangene Woche vom Gemeinderat zur öffentlichen Auflage verabschiedet wurde. Der Gestaltungsbeirat mache keine planungs- und baurechtliche Prüfung, sondern spreche lediglich seine Empfehlungen aus.

Externe Fachpersonen gewählt

Die Exekutive nahm an ihrer Sitzung vom Montag die Wahl des Gestaltungsbeirates vor, dabei gab Statthalter Daniel Müller (FDP) zu bedenken, dass der Gemeinderat Personen wähle, die er teilweise gar nicht kenne. «Er wird sie schon noch kennen lernen», hielt Gemeindepräsident Daniel Urech (FWD/Grüne) fest. Um­stritten war zudem die Änderung des Wahlvorschlags aus der Bau-, Werk- und Planungskommission (BWPK). In den ­Gemeinderatsunterlagen hiess es, Vizepräsident Urs Bendel würde Einsitz im Gestaltungsbeirat nehmen. An der Sitzung teilte Gemeindeverwalterin Sarah Kaisser mit, dass der Wahlvorschlag nun auf Daniel Grossenbacher, den Präsidenten der BWPK, falle. Zwei Gemeinderatsmitglieder unterstützten diesen Wahl­vorschlag nicht.

Einstimmig in den Gestaltungsbeirat gewählt wurden Bauverwalter Marc Etterlin und Gemeindepräsident Daniel Urech. Weiter schlug die Verwaltung als verwaltungsexterne Fachperson aus dem Bereich Architektur Marco Husmann vor, der im Gemeinderat auf fünf Stimmen kam. Als verwaltungsexterne Fachperson aus dem Bereich Landschaftsarchitektur / Natur wurde Karine Grand vorgeschlagen und mit sechs Stimmen gewählt.

Um jederzeit beschlussfähig zu sein und einen Ersatz bei Abwesenheit und Befangenheit abzudecken, schlug die Verwaltung vor, jeweils zwei externe Fachpersonen für Städtebau und Landschaftsarchitektur in den Beirat zu ­wählen, wobei jeweils nur eine Person zum Einsatz komme. Für den Bereich Architektur / Städtebau wurde zusätzlich ­Henrik Hilbig sowie für den Bereich Landschaftsarchitektur Céline Baumann vorgeschlagen und gewählt.

Mit der öffentlichen Auflage der Zonenplanrevision beginnt diese bereits zu ­greifen – auch wenn das Verfahren noch nicht abgeschlossen ist. Eingehende Baugesuche müssen nun sowohl dem bisherigen als auch dem neu aufgelegten Reglement entsprechen und werden bei Bedarf dem Gestaltungsbeirat unterbreitet.

Für die Entschädigungen der verwaltungsexternen Fachpersonen rechnet der Gemeinderat mit Kosten von 3000 bis 4000 Franken.

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