Das Kabelnetz bleibt im Besitz der Gemeinde

Dornach möchte mit dem gemeindeeigenen Kabelnetz den Einwohnern auch in Zukunft ein kostengünstiges Angebot in hoher Qualität anbieten können.

Mit dem Aufkommen des Internets und neuer Technologien auf dem Telefonnetz haben sich die einst strikten Grenzen zwischen Telefon- und Kabelnetz aufgeweicht. Telefonie-, Fernseh- und Internetdienstleistungen können heute über verschiedene Wege bezogen werden. In Dornach steht den Einwohnern neben dem Angebot der Swisscom mit den Diensten über das gemeindeeigene Kabelnetz eine kostengünstige und technisch konkurrenzfähige Alternative zur Verfügung. Wie Bauverwalter Marc Etterlin erklärt, speisen die modernen Glasfaserleitungen des Gemeindenetzes knapp dreissig Verteilerpunkte in Dornach. Von dort aus werden die Signale schnell und effizient über Koaxialkabel in die Haushalte weitergeleitet.

Dornach ist dem Provider ImproWare/Breitband.ch treu geblieben, nach dem der Kabelnetzbetreiber InterGGA zu Quickline wechselte. «Unser Ziel ist es, unseren Kunden ein möglichst günstiges Angebot zur Verfügung zu stellen», begründet Gemeinderat Thomas Gschwind den Entscheid. Die meisten Haushalte in Dornach können heute über das gemeindeeigene Kabelnetz schneller und günstiger surfen als beim Mitbewerber Swisscom. Die Gebühr für den Kabelanschluss der Gemeinde und das Fernsehgrundangebot beträgt neun Franken pro Haushalt und Monat, weitere Fernseh-, Telefon- und Internetangebote können über den Provider ImproWare/Breitband.ch dazu gebucht werden.

Konkurrenzfähig bleiben

Die Dornacher Infrastruktur ist technisch auf dem neusten Stand und derjenigen von Swisscom, die etwas langsamere Kupferkabel von den Verteilerpunkten in die Haushalte führt, nicht nur preislich überlegen. Soll das Angebot der Gemeinde jedoch auch in Zukunft konkurrenzfähig bleiben, muss in die Weiterentwicklung investiert werden. Dazu reichen die Einnahmen durch die Benutzungsgebühren und die Provisionsabgaben des Providers nicht aus. Der Gemeinderat hat sich daher am Montagabend eingehend mit der Zukunft des Gemeindenetzes befasst und einstimmig beschlossen, dass das Netz weiterhin in der Hand der Gemeinde bleiben wird. Für die Bewirtschaftung des Netzes soll der Bauverwaltung ein Pensum in der Höhe von rund 30% gewährt werden. Dies sowie die zur Weiterentwicklung nötigen Investitionen werden eine leichte Erhöhung der monatlichen Gebühren mit sich bringen. «Wir werden aber ganz sicher trotzdem konkurrenzfähig bleiben», betont Gemeinderat Thomas Gschwind. Über die zusätzlichen Stellenprozente sowie die Gebührenerhöhung wird die Gemeindeversammlung entscheiden.

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