Champagner schlürfen für guten Zweck

Der Service Club Kiwanis International feiert letztes Jahr sein hundertjähriges Bestehen. An einem Apéro in Reinach sammelte die Dornacher Sektion Spenden für Tetanus-Impfungen.

Trotzten der Kälte: Rolf Saladin und Bruno Schnellmann, Vorstandsmitglieder von Kiwanis Dornach.  Foto: Oliver Sterchi
Trotzten der Kälte: Rolf Saladin und Bruno Schnellmann, Vorstandsmitglieder von Kiwanis Dornach. Foto: Oliver Sterchi

Der Name «Kiwanis» geht auf einen Ausdruck der Otchipew-Indianer zurück und bedeutet so viel wie «Wir handeln, wir haben eine gute Zeit». Vor hundert Jahren im amerikanischen Detroit gegründet, umfasst der Service Club heute über eine halbe Million Mitglieder in 80 Ländern. Die Organisation teilt sich auf in lokale Sektionen, wovon es alleine in der Schweiz beinahe 200 gibt. Eine davon ist der Kiwanis Club Dornach, der im März 1995 gegründet wurde und somit kurz vor seinem 20-Jahr-Jubiläum steht. Da 2015 auch für die Mutterorganisation ein Festjahr ist, nahmen die Dornacher Kiwaner den Jahreswechsel zum Anlass, sich zusammen mit anderen Club-Sektionen weltweit an einer internationalen Spendensammlung gegen Tetanus – auch als Starrkrampf bekannt – zu beteiligen. An einem Apéro in Reinach Anfang Woche offerierten Sektions-Sekretär Bruno Schnellmann und seine Mitstreiter Austern, Lachsbrötchen und Champagner. Spendenwillige konnten einen Obolus entrichten. Das Projekt «ELIMINATE» wurde von Kiwanis International in Zusammenarbeit mit der Unesco lanciert, um Kinder und junge Mütter in hilfsbedürftigen Ländern mit Spritzen gegen Tetanus zu behandeln.


Aus der Krise

Dass es den Dornacher Club heute überhaupt noch gibt, ist indes keine Selbstverständlichkeit. Vor zwei Jahren befand sich der gemeinnützige Verein in einer Krise. Die Mitgliederzahl ging zurück und das aktive Clubleben darbte. Dass Service Clubs bei den Jungen nicht mehr so populär sind, sei ein generelles Problem, betont Schnellmann. Er war es schliesslich, der damals das Ruder übernahm und das Schiff auf Kurs brachte. «Ich habe einen grossen Effort geleistet, um dem Verein neues Leben einzuhauchen», sagt Schnellmann. So gestaltete er beispielsweise das Clubprogramm neu. Hochkarätige Referenten wie Ex-Ständerat René Rhinow oder BLT-Chef Andreas Büttiker sollten Neumitglieder ins Clubhaus locken. Und tatsächlich: In den letzten Monaten nahm die Zahl der Mitglieder wieder zu. Heute ist die Dornacher Sektion gemäss Schnellmann die am besten aufgestellte in der Region Basel. Der umtriebige Clubobmann organisierte auch das Spendensystem neu: «Wo früher nach dem Giesskannenprinzip Gelder gesprochen wurden, suchen wir uns heute gezielt gemeinnützige Projekte aus, die wir finanziell und personell unterstützen.» So organisierte der Club Tramfahrten für behinderte Kinder. In Planung ist ein gemeinsames Gartenanbau-Projekt mit dem Kinderheim Auf Berg in Seltisberg. Getreu nach dem Kiwanis-Motto: «Serving the Children of the World».

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