Bunter Markt aus der Schublade

Das Konzept des Dornacher «Schubladens», bei dem die Marktgänger ihre Ware in Schubladen zum Verkauf anbieten, bringt diesen viele Vorteile und den Marktbesuchern ein vielfältiges Angebot.

Gemeinsam verkaufen bringt Vorteile: Susann Barkholdt, Initiantin des Dornacher Schubladens, freut sich auf den Weihnachtsmarkt am 1. und 2. Dezember.  Foto: Isabelle Hitz
Gemeinsam verkaufen bringt Vorteile: Susann Barkholdt, Initiantin des Dornacher Schubladens, freut sich auf den Weihnachtsmarkt am 1. und 2. Dezember. Foto: Isabelle Hitz

Am Dornacher Weihnachtsmarkt vom 1. und 2. Dezember präsentiert sich an vier Ständen auch wieder der erfolgreich angelaufene «Schubladen». Eine Marktform, die seit vier Jahren sehr erfolgreich Dornachs Märkte bereichert und durch ihr durchdachtes Konzept überzeugt. Kreative und Backfreudige können in Schubladen ihre Werke zum Verkauf anbieten, ohne selbst ununterbrochen hinter dem Marktstand stehen zu müssen. Eine tolle Alternative zu den in den letzten Jahren aufgekommenen Koffermärkten.

Die Teilnehmerinnen helfen sich bei der Vorbereitung, dem Verkauf, Abrechnen und Aufräumen. Dadurch biete der Schubladen-Verkauf eine massive Zeitersparnis gegenüber einem eigenen Stand, erklärt Initiantin Susann Barkholdt. Auch die Kosten für die Standmiete könne so aufgeteilt werden. «Und man hat immer jemandem zum Plaudern!», freut sich Barkholdt. Der Austausch mit den anderen Verkäuferinnen sei ein wichtiger Aspekt der ganzen Aktion und sehr bereichernd.

Accessoires, Schmuck, Lätzli, glutenfreie Kreationen, Lebkuchen, Urdinkelbrot – die Auswahl an Selbstgefertigtem und hausgemachten Köstlichkeiten, die dieses Jahr am Weihnachtsmarkt in den Schubladen präsentiert werden, ist gross. Mit drei Juniorschubladen sind auch jüngere Marktgänger mit dabei. «Selina Müller zum Beispiel verkauft Freundschaftsarmbänder für Unicef», erzählt Susann Barkholdt begeistert. Um die Unkosten zu senken, backen die Schubladen-Verkäuferinnen dieses Jahr am Markt noch Baumstriezel, eine Art Kuchen aus Hefeteig, an einem eigens dazu gebauten Grill. Und wer sich während des Marktbummels aufwärmen möchte, kann am Schubladen eine Bettflasche ausleihen. «Eine ideale Gelegenheit, um ins Gespräch zu kommen», sagt Susann Barkholdt.

Erleichterung dank Barcode

Und so funktioniert das Ganze: Jede Verkäuferin bezieht bei Susann Barkholdt Barcode-Etiketten und bringt diese mit einem Preisschild an ihren Waren an. Dank einer Software-gestützten Kasse ist nach dem Markt schnell abgerechnet und jeder Verkäufer erhält seine Einnahmen sofort ausbezahlt. Mit diesem Prinzip hat Susann Barkholdt nach der Übernahme des Dornacher Flohmarkts auch erfolgreich eine Börse initiiert.

Von den Organisatoren des Dornacher Weihnachtmarkts wird die Initiative positiv aufgenommen, sagt Daniel Müller vom Organisationskomitee. Eine Teilnahme am Weihnachts-Schubladen ist zwar nicht mehr möglich, denn Susann Barkholdt ist komplett ausgebucht. Für spätere Events kann man sich jedoch bei der Initiantin per E-Mail melden (<link>schubladen.dornach@gmail.com). Für eigene Stände hat es am Weihnachtsmarkt allerdings noch freie Plätze. Sehr willkommen wäre alles Handwerkliche, Verpflegungsstände hat es schon genügend, erklärt Daniel Müller. Alle Infos dazu finden sich auf der Homepage des Markts.

 <link http: www.dornacherweihnachtsmarkt.ch>www.dornacherweihnachtsmarkt.ch

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