«Bei der Feuerwehr gibt es immer mal wieder Action»

Zu Wochenbeginn fand die obligatorische Aushebung der Feuerwehr Dornach statt. Von 74 Dienstpflichtigen wollen 15 den Dienst auch antreten.

Führung durchs Magazin: Am Montag erhielten die jungen Erwachsenen einen ersten Eindruck von der Feuerwehr.
Führung durchs Magazin: Am Montag erhielten die jungen Erwachsenen einen ersten Eindruck von der Feuerwehr.

Diesen Montagabend mussten die Dornacherinnen und Dornacher des Jahrgangs 1997 zur obligatorischen Aushebung der Stützpunktfeuerwehr Dornach erscheinen. Einige kamen etwas gelangweilt zum Feuerwehrmagazin geschlendert, während sich andere offen dafür zeigten, was sie an diesem Abend erwarten würde. Die Feuerwehrleute waren bemüht, den Jungen ein positives Bild ihrer Tätigkeit zu vermitteln. Vor dem Magazin hatte die Feuerwehr ihren ganzen Stolz – auch das neue Tanklöschfahrzeug – hell beleuchtet aufgestellt. Nach der Registrierung der Dienstpflichtigen begrüsste Feuerwehrkommandant Christian Holzherr die Anwesenden in locker-kameradschaftlichem Ton, dann stellten sich die Feuerwehrmänner vor: «Ich habe Freude an Kameradschaft. Zudem gibt es bei uns immer wieder mal Action», sagte der junge Feuerwehrmann Samuel Wiggli. Andere Feuerwehrleute betonten die Wichtigkeit einer sinnvollen Freizeitbeschäftigung: «Es ist ein guter Ausgleich zu meinem Bürojob», so Gruppenführer Jonathan Lingard. Und nicht zuletzt ist der Dienst an der Bevölkerung eine wichtige Motivation.


Jeder Fünfte ist bereit

In Dornach sind Frauen wie Männer zwischen 20 und 42 Jahren Feuerwehr-dienstpflichtig. Wer dem Rekrutierungsaufgebot unentschuldigt fernbleibt, muss – nach einem weiteren Aufgebot – mit einer Busse durch den Friedensrichter rechnen. «Es gibt natürlich plausible Gründe, warum jemand nicht bei der Feuerwehr mitmachen kann – etwa einen langen Arbeitsweg», so Holzherr gegenüber dem «Wochenblatt». Nur gerade 15 bis 20 Prozent jedes Jahrgangs treten nach dem Aufgebot effektiv den Dienst bei der Feuerwehr an. Die Entscheidung wird bei einem persönlichen Gespräch im Rahmen der Aushebung gefällt. Der zu erwartende Aufwand für den Dienst bei der Feuerwehr ist mit einem zweitägigen Kurs im ersten Jahr und jährlich zwölf Übungen relativ gering. Holzherr ist zufrieden mit der Aushebung: «Auch diejenigen, welche sich gegen den Feuerwehrdienst entschieden haben, äusserten sich sehr positiv und berichteten, spannende Dinge gelernt und gesehen zu haben.» Wer in Dornach keinen Dienst leistet, muss eine Feuerwehrsteuer in Höhe von bis zu 400 Franken bezahlen.


Neues Fahrzeug an Hauptübung

Eine Attraktion des Abends war das modernste Tanklöschfahrzeug: Es wurde vor einem Jahr an der Hauptübung in Empfang genommen, ist technisch auf dem neusten Stand und verfügt über diverse ausgeklügelte Features. Wer das Fahrzeug im Einsatz erleben möchte, dem sei die Hauptübung am Samstag, dem 28. Oktober, um 13.30 Uhr beim Feuerwehrmagazin empfohlen.

<link http: www.fwdornach.ch>www.fwdornach.ch

Weitere Artikel zu «Dornach und Dorneckberg», die sie interessieren könnten

Grosserfolge: Der 18-jährige Jerome Meier holte gleich zwei Medaillen in einer Woche. Foto: Tobias Gfeller
Dornach und Dorneckberg18.03.2026

Der Überflieger aus Gempen

Nach seinen Erfolgen bei den Schweizer Hallenmeisterschaften bereitet sich Jerome Meier mit klaren Zielen, viel Selbstvertrauen und Motivation auf die…
Kulturgut: Die Kapelle St. Wendelin in Nuglar, in der jeden Dienstagmorgen ein katholischer Gottesdienst gefeiert wird. Foto: zvg/Schönenberger
Dornach und Dorneckberg18.03.2026

Müll und entwendete Kerzen in der Kapelle St. Wendelin

Die Kapelle St. Wendelin in Nuglar existiert seit mehr als 300 Jahren. Protestanten und Katholiken feiern darin bis heute Gottesdienste. Wanderer nutzen das…
Hauptstrasse 5a: Etwas versteckt, gegenüber vom Denner in Oberdornach, liegt das Mehrfamilienhaus – das Einfamilienhaus befindet sich direkt dahinter. Foto: Fabia Maieroni
Dornach und Dorneckberg18.03.2026

Bürgergemeinde Dornach kauft zwei Häuser an der Hauptstrasse

Die ausserordentliche Bürgergemeindeversammlung stimmte einem Kauf der Immobilien an der Hauptstrasse 5a und 5b für etwas mehr als 2 Millionen Franken zu.