«Wir sind keine traditionellen Machos»

Der Arlesheimer Banntag war ein Erfolg auf ganzer Linie. Bürgerratspräsident Stephan Kink zeigt sich sehr zufrieden.

Marsch dem Bann entlang: Gegen 150 Personen stark war die Arleser Rotte am diesjährigen Banntag.  Foto: ZVG
Marsch dem Bann entlang: Gegen 150 Personen stark war die Arleser Rotte am diesjährigen Banntag. Foto: ZVG

Caspar Reimer

Das Wetter hätte nicht besser sein können, als die Bürgergemeinde Arlesheim die Dorfgemeinschaft am vergangenen Donnerstag zum Banntag 2016 einlud. Beim Abmarsch um 8.30 Uhr auf dem Dorfplatz waren an diesem noch etwas kühlen, aber sonnigen Morgen bereits über 150 Personen anwesend. Die beschwerliche und steile, aber auch sehr schöne Strecke führte über den Steinbruch an die Münchensteiner Grenze bis in den «Gspänig». Dieser gehört, wie der Steinbruch und die Gegend um die Ermitage, zum Inventar der geschützten Natur-objekte des Kantons Basel-Landschaft.

Bis zu 600 Personen

Weiter ging es in das «Schürli», zum Bauernhof der Bürgergemeinde in der Renggersmatt, wo bereits über 300 Personen anwesend waren, um dem ökumenischen Auffahrts-Gottesdienst von Pfarrerin Claudia Lager und dem katholischen Priester Daniel Fischler beizuwohnen. Die Feier wurde musikalisch vom Musikverein Arlesheim und vom Jugendchor Jutz.ch begleitet. Der Chor war anlässlich des Jugendchorfestivals in Arlesheim zu Gast und ist auf Schweizer Naturjodel spezialisiert. Am Mittag versammelte sich die vollständige Banntags-Gemeinde, geschätzt gegen 600 Personen, am Festplatz im «Pulverhüsli» hinter der Ermitage, wo der Musikverein die Anwesenden mit Plätzli und Risotto verwöhnte. Die Stimmung war ausgelassen und die Festbänke bis auf den letzten Platz gefüllt. Immer mal wieder stimmten einzelne Gruppen zu einem Lied an.

Pflege der Dorfgemeinschaft

«In Arlesheim ist der Banntag seit 1950 wieder zur Tradition geworden», sagt Bürgergemeindepräsident Stephan Kink dem «Wochenblatt». «Er soll eine festliche und gemütliche Gelegenheit sein, sich zu treffen und die Dorfgemeinschaft zu pflegen.» Kink ist seit 1984 im Bürgerrat und seit 2008 Präsident. Der Banntag sei eine gute Gelegenheit, die Bürgergemeinde als eine Organisation darzustellen, die sich für alle Menschen in Arlesheim – meist ehrenamtlich – einsetzt, so Kink. Im Gegensatz zu Liestal oder Sissach, wo der Banntag ohne Frauen abgehalten wird, sind in Arlesheim alle Frauen und auch Kinder sehr willkommen: «Wir sind keine traditionellen Machos», so Kink.

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