«Wir hoffen, in dieser Saison das 100. Mitglied begrüssen zu dürfen»

Abozahlen verdoppelt dank hochkarätiger Konzertanlässe: Das «Wochenblatt» hat mit Ursula Bischof von Kammermusik Arlesheim über den Stand der erfolgreichen Konzertreihe gesprochen.

Die Künstler für das nächste Konzert sind bereits auf dem Weg: Am 17. April präsentiert der Verein Kammermusik
Die Künstler für das nächste Konzert sind bereits auf dem Weg: Am 17. April präsentiert der Verein Kammermusik

In seinem nun 14. Jahr konnte der Verein Kammermusik Arlesheim (KMA) die Abonnentenzahl auf 97 erhöhen, was mehr als das Doppelte der ursprünglichen Zahl ist. «Wir hoffen, in dieser Saison das 100. Mitglied begrüssen zu dürfen, welches als ‹Zückerchen› ein Gratisabonnement erhält», sagt Ursula Bischof, die Vorsitzende des Vereinsvorstands Kammermusik Arlesheim (KMA). Und sie ergänzt: «Im Vorstand haben wir im vergangenen Jahr besprochen, vermehrt eine Zusammenarbeit mit den umliegenden Gemeinden anzustreben.» In diesem Jahr findet daher auch ein Konzert im Goetheanum statt. «Freundlicherweise hat Heiner Leuthardt auch Flyers an die Kulturfreunde in Reinach verschickt und wir treffen uns zum Gedankenaustausch mit Christian Hickel, dem für die Musik Verantwortlichen von Kultur in Reinach.»


Abwechslungsreiches Programm

Das Hauptthema in diesem Jahr heisst «Spuren». «Spuren hinterlassen wir, ob wir wollen oder nicht», heisst es im Programm, «und so ist Kultur nichts anderes als die Summe von Spuren, die absichtlich, zufällig, bewusst oder unbewusst ein grosses Ganzes ergeben.» Mit dem Ensemble Spektrum wurde im Januar eine erste Spur gelegt, der weitere folgen werden. Bei der Auswahl der Musikerinnen und Musiker lassen sich Ursula Bischof und der ganze Vorstand durch Konzertbesuche in der Umgebung und durch die Zusammenarbeit mit Ursula Bischofs Töchtern und Schwiegersöhnen inspirieren. Verpflichtet werden sollen nur noch Ensembles, die schon seit längerer Zeit zusammenspielen.
Das Programm ist bei vier Konzerten bestimmt durch die Abwechslung von Barockmusik, klassischer Musik und zeitgenössischen Werken. Dieses Jahr gibt es am 17. Juni im Freien in Arlesheim ein Zusatzkonzert mit irischer Volksmusik. «Ein Höhepunkt wird sicher das Streichoktett von Mendelssohn sein, mit dessen grosser Besetzung hinübergeleitet wird zum 15. Jubiläumsjahr von 2017», erklärt Ursula Bischof.


Goldberg-Variationen neu gehört

Am Sonntag, 17. April, wird das Ensemble «a musicall banquet» die Goldberg-Variationen von Johann Sebastian Bach in einer eigenen Fassung für Streichtrio interpretieren. Die «Aria mit verschiedenen Veränderungen», bekannter unter dem Namen Goldberg-Variationen, ist spätestens seit den Klaviereinspielungen von Glenn Gould allgemein bekannt. Daniel Hauptmann (Violine), Horst Hildbrandt (Viola) und Stéphanie Meyer (Violoncello) lassen das Werk neu erstehen. «Der Gedanke hinter dieser neuen Streichtriofassung von ‹a musicall banquet› ist, das Leuchen der originalen Cembalofassung wie durch ein Prisma in ein noch reichhaltigeres Farbspektrum aufzufächern.» Das Konzert findet im Grundsteinsaal des Goetheanums statt. Am 25. September wird das Klavierduo Schoenegg-Westenberg und am 6. November das Sonos-Quartett und das Cuarteto Gerhard jeweils in der Aula Gerenmatte konzertieren.
«a musicall banquet»: Goldberg-Variationen, Goetheanum, 17. April, 17 Uhr; Werkeinführung um 16 Uhr. Tickets: tickets@goetheanum.ch, Tel. 061 706 44 44 oder bei Bider und Tanner sowie an der Abendkasse.

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