Weleda setzt neuen Akzent

Der Weleda-Neubau im Tal ist nicht nur nachhaltig, sondern drückt die Firmenphilosophie der für Naturkosmetik und anthroposophische Arzneimittel weltweit bekannten Unternehmung architektonisch aus.

Im Einklang mit der Natur: Das neue Bürogebäude der Weleda bietet Platz für 45 Mitarbeitende. Foto: ZVG/Weleda/Michael Peuckert
Im Einklang mit der Natur: Das neue Bürogebäude der Weleda bietet Platz für 45 Mitarbeitende. Foto: ZVG/Weleda/Michael Peuckert

Am Mittwoch vergangener Woche hat die aus Arlesheim heraus international tätige Weleda Gruppe ein neues Bürogebäude für 45 neue Arbeitsplätze im Bereich Marketing, PR und Gärtnerei feierlich eröffnet. Der Holzbau, der wie ein idyllisches Wohnhaus aussieht und von einem Schaugarten umgeben ist, besteht aus Schweizer Buchen-, Fichten- und Weisstannenholz. «Das Gebäude ist ganz im Einklang mit der Natur, den Menschen und der Region entstanden», sagte Co-Geschäftsführer und CFO Michael Brenner. Für die Konzeption und den Bau hat Weleda regionale Firmen wie die Hess Holzbau aus Ziefen als Generalunternehmung hinzugezogen. «Wir bauen in der Art, wie wir Geschäfte betreiben. Das Gebäude verwirklicht unsere Werte.» Der neue Bau ist auf dem neusten Stand, was Nachhaltigkeit betrifft: Es entspricht den Kategorie Minergie P und Minergie Eco, was für einen sehr niedrigen Energieverbrauch und die Nutzung passiver Wärmequellen wie Sonnenenergie steht. In der Farbgebung erinnert das neue Gebäude an die Farben der Weleda-Produkte: «Weleda ist farbig, aber die Farben sind transparent. Das entspricht dem Wesen von Weleda», so Verwaltungsratspräsident Paul Mackay.

Weleda und Arlesheim sind weiblich

Der anwesende Arlesheimer Gemeindepräsident betonte die lokale Bedeutung des Unternehmens: «Weleda trägt den Namen Arlesheim in die Welt hinaus», so Markus Eigenmann. In über 50 Ländern werden Weleda-Produkte verkauft und es gibt wohl kaum ein Badezimmer, in dem nicht ein Weleda-Produkt zu finden ist. «Damit ist Weleda eines der erfolgreichsten Arlesheimer Unternehmen.» Das neue Gebäude füge sich mit seinem wohnlichen Charakter zudem gut in die Umgebung ein, da es an der Grenze zwischen Gewerbe- und Wohnzone liegt. Eigenmann brachte noch einen weiteren Grund vor, warum Weleda so gut zu Arlesheim passt: «Weleda ist weiblich und Arlesheim hat den höchsten Frauenanteil unter den grösseren Schweizer Gemeinden.»

Anthroposophischer Ursprung

Durch seine anthroposophische Firmentradition ist Weleda seit der Gründung 1921 mit Arlesheim verbunden. So sind mit 80 Prozent Beteiligung die anthroposophisch geführte Klinik Arlesheim und die Allgemeine Anthroposophische Gesellschaft in Dornach Hauptaktionäre des Unternehmens. Aber auch in der Innengestaltung der neuen Büroräumlichkeiten ist das anthroposophische Erbe nicht zu übersehen: So sind alle Ecken in den Büros abgerundet, die einzelnen Räume fliessen ineinander über, die Innenwände sind in wohlig-warmen Farben gestaltet. «Wir hoffen, dass das neue Gebäude unseren Mitarbeitenden viel Freude bereitet», so Brenner.

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