Straumann profitiert von der Pandemie

Die Pandemie bringt nicht nur Schlechtes: Weil viele Menschen ihr Geld kaum anderweitig ausgeben konnten, investierten sie es in Zahnbehandlungen. Davon profitierte der Zahnimplantate-Hersteller.

Will in Arlesheim 240 Arbeitsplätze schaffen: die Straumann Group.Foto: Georgios Kefalas
Will in Arlesheim 240 Arbeitsplätze schaffen: die Straumann Group.Foto: Georgios Kefalas

Der Basler Zahnimplantate-Hersteller Straumann tätigt weitere Investitionen. Teil der Pläne ist der Bau eines Innovations- und Technologiezentrums in Arlesheim. Der Spatenstich im Unterbaselbiet soll Anfang 2022 erfolgen. Schon ein gutes Jahr später, im Frühjahr 2023, soll das Zentrum seine Tätigkeit aufnehmen. 240 neue Arbeitsplätze sollen dort entstehen, sagte Konzernchef Guillaume Daniellot gestern zur Nachrichtenagentur AWP.

Zufrieden mit drittem Quartalsergebnis 2021

In Arlesheim sollen Expertengruppen aus verschiedenen Standorten in der Region Basel zusammengezogen werden. Man wolle in Arlesheim die Innovationsfähigkeiten in der Kieferorthopädie und Implantologie konzentrieren. Auch das globale Lieferketten-Management soll im neuen Zentrum unterkommen. Laut Daniellot soll Arlesheim als Standort die Bedeutung der Region Basel für Straumann betonen.

Mit dem Abschluss des dritten Quartals zeigt sich Straumann-CEO Daniellot sehr zufrieden. Weil der Umsatz stark gewachsen ist, hat sich das Unternehmen auch höhere Ziele für das Gesamtjahr 2021 gesteckt.

Die Auswirkungen der Pandemie waren für Straumann nicht nur negativ. Da viele Konsumentinnen und Konsumenten für Dinge wie Reisen weniger Geld ausgaben, blieb ihnen mehr Geld für Ausgaben wie Zahnbehandlungen.

Dass der Trend längerfristig anhalten wird, ist laut Guillaume Daniellot wegen der vielerorts weit fortgeschrittenen Impfkampagnen nicht besonders wahrscheinlich. Einen Fokus will Straumann auf die Digitalisierung in der Zahnmedizin richten und engagiert sich deshalb in der Plattform 3Shape Unite. Diese erlaubt eine stärkere Vernetzung zwischen Zahnärzten, Labors und potenziellen Kunden.

Weitere Artikel zu «Arlesheim», die sie interessieren könnten

Flinke Hände: Vornehmlich Frauen bauten die Motoren und Apparate. Foto: zVg/Fankhauser Architekt
Arlesheim11.02.2026

Arlesheim, das Osmanische Reich und die Lehren aus der Geschichte

Was die Schappefabrik und die Elektrizitätsgesellschaft Alioth AG mit dem Osmanischen Reich zu tun haben, zeigten Historiker bei Uptown Basel auf. Das…
Arlesheim04.02.2026

Ersatzwahlen: Die fünf Kandidierenden stellen sich den Fragen des Wochenblattes

Klicken Sie auf das Bild, um die Antworten der Kandidierenden zu lesen.
Startschuss: Andrea Pfaehler und Patrick Tschan entwickeln ein Projekt, das Arlesheim für die Zukunft kulturell bereichern soll. Foto: Caspar Reimer
Arlesheim28.01.2026

Eine Volksbühne im Setzwerk

Die Theater Company Arlesheim erarbeitet ein Stück, das während der Zeit des Frauenstreiks in der Spinnerei Schappe anno 1945 spielt. Doch soll das erst der…