Mamma Mia – Arlesheim bekommt eine neue Gastrostube!

Im ehemaligen «Poco Loco» eröffnet diesen Samstag das «Mamma Mia». Es ist nicht nur Arlesheims jüngstes Restaurant, auch punkto Angebot und Einrichtung setzt es einen neuen Akzent in der lokalen Gastrolandschaft.

Die Gastgeber in der «neuen Stube Arlesheims»: Küchenchef Holger Veit und die Geschäftsleiterinnen Carolin Schnitzer und Maria «Mamma Mia» Richterich (r.).  Foto: Lukas Hausendorf
Die Gastgeber in der «neuen Stube Arlesheims»: Küchenchef Holger Veit und die Geschäftsleiterinnen Carolin Schnitzer und Maria «Mamma Mia» Richterich (r.). Foto: Lukas Hausendorf

Lukas Hausendorf

In Arlesheim isst man gut. Über die Qualität der Beizen braucht man sich im Dorf nicht zu beklagen. Allenfalls über die kulinarische Vielfalt. Diesbezüglich ist das Angebot eher konservativ. Doch es bewegt sich was. Im ehemaligen «Poco Loco» am Mattweg eröffnen junge Wirte am Samstag das «Mamma Mia». Die beliebte Arlesheimer Beiz mit langer Tradition wurde in den vergangenen Wochen komplett überholt und soll «Arlesheims neue Stube» werden. Look und Feel des Restaurants sind jung, zeitgenössisch und gar etwas kosmopolitisch.

Dass hier ein Wirtewechsel vollzogen wird, ist ebenso offensichtlich wie der Generationenwechsel, der stattfindet. Hinter dem «Mamma Mia» steht die 29-jährige Arlesheimerin Maria Richterich, die hier gerade ihr erstes gastronomisches Abenteuer startet. Ursprünglich wollte sie nur ein Café im Dorf eröffnen. Aber das Schicksal wollte es anders. «Ich habe über ein halbes Jahr nach einem geeigneten Lokal gesucht, aber nirgends wollte es klappen.» Als Stammgast des «Poco Loco» erfuhr sie, dass Wirt Niklaus Kunz einen Nachfolger suchte. «Ja wieso eigentlich nicht, dachte ich mir.» Als klar war, dass auch ihre Familie dahintersteht – Richterich ist Mutter zweier schulpflichtiger Kinder – stand dem Abenteuer nichts mehr im Weg. Auch Kunz war froh, eine Nachfolgerin für seine Beiz aus Arlesheim gefunden zu haben, die erst noch mit seiner Familie und dem Lokal verbunden war.

Italienisch ja, aber kein Italiener

Das Wirtepatent hat Maria Richterich erst vor einem Jahr gemacht. Der Traum von einem eigenen Gastronomiebetrieb schlummerte aber schon länger in ihr. Nach der Matura infizierte sie sich mit dem Gastro-Virus, als sie kellnerte. Das liess sie nicht mehr los. Auch daheim geniesst sie es, wenn zum Mittagstisch volles Haus ist. «Ich habe regelmässig neun Kinder zu Hause.» Deshalb «Mamma Mia»? «Alle kennen mich als Mia und der Name passt zu dem, was ich gerne habe», sagt sie. Die italienische Lebensfreude und Gastfreundlichkeit und natürlich auch das Essen. «Unsere hausgemachte Pasta wird uns auszeichnen.» «Mamma Mia» sei aber kein Italiener. Die Karte setzt auf frisches, regionales und saisonales Essen, das von Küchenchef Holger Veit in anspruchsvolle Menüs umgesetzt wird. Ganz schweizerisch kommen die Plättli daher, die mit Käse und Fleisch von Jumi bestückt werden. Die ausgefallenen Spezialitäten der Jungbauern gibt es nur am Berner Samstagsmarkt, am Borough Market in London und im Lädele in Wien und passen ausgezeichnet zu einem Tropfen von der umfangreichen Weinkarte des Restaurants, auf der auch Arlesheimer Tropfen, etwa vom Quergut, zu finden sind.

«Es ist ein knallhartes Geschäft»

Der jungen Wirtin und ihrem ebenso jungen Team ist bewusst, dass die Gastronomie ein hartes Pflaster ist. «Viele Kollegen aus der Gastronomie haben mich gewarnt», sagt Richterich. «Ich weiss, dass es ein knallhartes Geschäft ist, und will das aber unbedingt.» Die Konkurrenz im Dorf ist allerdings nicht klein und deren Qualität gut. Eine kulinarische Erweiterung wird Arlesheim aber nicht schaden. Dass kulturelle Veranstaltungen dort ebenso ihren Platz haben werden wie ein monatlicher Sonntagsbrunch rundet das Angebot ab.

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